Seit dem 1. September 2012 hat die Sozialbehörde die Möglichkeit, die Löhne für Menschen mit Behinderung zu subventionieren, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt versicherungspflichtig angestellt werden wollen. Die Sozialbehörde garantiert, dass diese Löhne dauerhaft subventioniert werden. Darüber hinaus werden auch die berufliche Assistenzleistung und Prämien für Arbeitgeber finanziert.

Bis zum Jahr 2014 sollen mindestens hundert Werkstattbeschäftigte von diesem Modellprojekt profitieren.
In einer Pressekonferenz am 12.November 2012, an der auch das Büro der Bramfelder Bürgerschaftsabgeordneten Regina Jäck teilnahm, wurde dieses Projekt in der Lagerhalle von Globetrotter Ausrüstung in Rahlstedt vorgestellt.

Bei der Vorstellung des Projekts betont Sozialsenator Detlef Scheele: „Es ist mir ein Herzensanliegen, dass Menschen mit Behinderungen durch das Hamburger Budget für Arbeit zu gleichen Bedingungen bei einem Unternehmen können, wie sie bei sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen in Deutschland üblich sind. Das erleichtert Menschen mit Handicap den Weg in ein selbstbestimmtes Leben“.

Dieses Projekt bietet Menschen mit Behinderungen, die bislang in einer Werkstatt beschäftigt waren, die Möglichkeit zu einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu wechseln. Bei einem Wechsel erhalten die Menschen mit Behinderung Hilfe und Unterstützung von Integrationsfachdiensten, die sie auf ihrem Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt begleiten. Für den Fall, dass das Arbeitsverhältnis auf dem ersten Arbeitsmarkt enden sollte, haben die Beschäftigen ein uneingeschränktes Rückkehrrecht in die Werkstatt.

Die Firma Globetrotter beschäftigt seit 14 Jahren Menschen mit Behinderungen. „Es hat sich gezeigt, dass sich betriebswirtschaftliche Interessen und die Beschäftigung von Menschen mit Handicap nicht nur vereinbaren lassen, sondern sich zudem positiv auf das Betriebsklima auswirken“, sagt Andreas Bartmann, Geschäftsführer bei Globetrotter.

Nach der Pressekonferenz hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, drei von den 44 Beschäftigen mit Behinderungen in der Firma Globetrotter kennenzulernen und ihnen bei der Arbeit über die Schulter zuzuschauen. Das Vielfalt hier gelebt wird, wurde bei dem kurzen Rundgang deutlich, die Mitarbeiter zeigten sehr viel Engagement und Freude bei der Ausübung ihrer Arbeit.

Auch die Senatskoordinatorin für die Gleichstellung behinderter Menschen in Hamburg, Ingrid Körner, unterstützt die Grundidee des Hamburger Budgets für Arbeit: „Mit dieser Alternative zu den Werkstätten für behinderte Menschen gibt es nun eine echte Wahlmöglichkeit, die für viele auch eine Stärkung des Selbstbewusstseins bedeutet.“


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