Senator Brosda überreicht Auszeichnung für Nadeems Engagement für Integration, Demokratieförderung und kulturellen Austausch

Der Islam- und Nahostwissenschaftler und Autor Mohammad Nadeem engagiert sich seit mehr als 15 Jahren ehrenamtlich und beruflich in verschiedenen Bereichen der Integrations- und Bildungsarbeit und setzt sich für ein respekt- und friedvolles Miteinander in der Stadt ein. Kultur- und Mediensenator Dr. Carsten Brosda hat ihm im Hamburger Rathaus dafür heute das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit seinem vielfältigen herausragenden Einsatz ist der Autor, Islam- und Nahostwissenschaftler Mohammad Nadeem ein Brückenbauer zwischen den Kulturen und Vorbild für Toleranz, Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Hamburg. Mit seinen publizistischen Arbeiten und seinen Bildungsangeboten für Geflüchtete eröffnet er neue Wege des kulturellen Austauschs. Mohammad Nadeem zeigt, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt das Ergebnis von Engagement, Offenheit und gegenseitigem Respekt ist. Mit der Verleihung des Verdienstordens würdigen wir nicht nur seine Verdienste, sondern auch die Werte, für die er steht.“

Mohammad Nadeem: „Demokratie zu fördern und gegen Radikalisierung zu arbeiten, war für mich nie eine Frage der Anerkennung, sondern immer eine der Überzeugung. Dass mein Engagement nun so gewürdigt wird, macht mich unglaublich dankbar. Ich sehe die Auszeichnung als Ansporn: Ich werde weiter Brücken bauen, für dieses Land, das meinen Eltern eine sichere Heimat und mir eine starke Stimme geschenkt hat.“

Zur Person
Mohammad Saboor Nadeem wurde 1990 in Hamburg geboren und ist hier aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte er Islam- und Nahostwissenschaften. Bereits während seiner akademischen Ausbildung widmete er sich intensiv gesellschaftlichen Fragestellungen rund um Integration, Toleranz und interkulturellen Dialog.

Über ein Jahrzehnt lang schrieb er ehrenamtlich für das Online-Magazin „Das Milieu“ und setzte sich dort insbesondere mit den Themen Demokratie, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Radikalisierungsprävention auseinander. 2010 initiierte er mit Unterstützung der Bezirksversammlung Altona einen interreligiösen Dialog, war als zubenannter Bürger in den Ausschüssen für Jugendhilfe sowie Kultur und Bildung aktiv und beteiligte sich 2012 am Jugend-Integrationsgipfel in Hamburg.

2015 bis 2018 unterbrach Nadeem seine akademische Laufbahn, um sich in der Flüchtlingsarbeit zu engagieren. Er arbeitete unter anderem bei Fördern & Wohnen, dem Deutschen Roten Kreuz Hamburg-Harburg und der Landeszentrale für politische Bildung. Im Rahmen eines Senatsauftrags entwickelte er Bildungsangebote zur Wertevermittlung in zahlreichen Erstaufnahmen in Hamburg. Seit 2020 engagiert sich Mohammad Nadeem im Verein „Wirsprechenfotografisch e. V.“, der durch Fotografie neue Wege des kulturellen Austauschs eröffnet und insbesondere Kinder, Jugendliche sowie Menschen mit Fluchthintergrund zur aktiven Mitgestaltung einlädt.