{"id":756,"date":"2018-10-16T12:40:45","date_gmt":"2018-10-16T10:40:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=756"},"modified":"2018-10-16T12:40:45","modified_gmt":"2018-10-16T10:40:45","slug":"senator-neumann-preis-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2018\/10\/senator-neumann-preis-2018\/","title":{"rendered":"Senator-Neumann-Preis 2018"},"content":{"rendered":"<p>Senatorin Melanie Leonhard und Ingrid K\u00f6rner, Senatskoordinatorin f\u00fcr die Gleichstellung behinderter Menschen, haben im September den Senator-Neumann-Preis an herausragende inklusive Projekte verliehen. Der Preis wird alle f\u00fcnf Jahre auf Grund der Entscheidung einer Jury vergeben.<\/p>\n<p>\u201eIch freue mich sehr, dass in diesem Jahr 93 Bewerbungen aus vielen unterschiedlichen Lebensbereichen eingegangen sind\u201c, erkl\u00e4rt Senatskoordinatorin Ingrid K\u00f6rner. \u201eBesonders beeindruckend finde ich, dass Inklusion in vielen Organisationen inzwischen selbstverst\u00e4ndlich ist \u2013 eine sch\u00f6ne Entwicklung f\u00fcr die Menschen und die Stadt Hamburg.\u201c<\/p>\n<p>Den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis erh\u00e4lt das Bildungshaus Lurup. Unter einem Dach vereinen sich hier frei zug\u00e4ngliche Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Nachbarschaften. Grundlage ist ein B\u00fcndnis zwischen der staatlichen Grundschule Langbargheide und der Kita Moorwisch der Evangelischen Stiftung Alsterdorf.<\/p>\n<p>Begr\u00fcndung der Jury:<br \/>\nDas Bildungshaus sorgt f\u00fcr eine Chancengerechtigkeit, indem die Angebote allen Kindern zur Verf\u00fcgung stehen. Das Haus deckt die meisten Lebensbereiche ab. Es ist vorbildlich in der Vielfalt der Partner, geht \u00fcber die Schule hinaus in den Arbeitsmarkt, ist sozialraumorientiert und hat ein Alleinstellungsmerkmal.<\/p>\n<p>Einen ersten, mit 4.000 Euro dotierten, 2. Preis erh\u00e4lt Kampnagel, Internationale Kulturfabrik GmbH. In der Begr\u00fcndung der Jury wird hervorgehoben: Bereits 2007 hat Kampnagel damit begonnen, ein inklusives Theater zu werden. Inklusion wird hier selbstverst\u00e4ndlich gelebt. Menschen mit Behinderung sind in allen Bereichen (auf der B\u00fchne, bei der Regie, etc.) pr\u00e4sent und auf Augenh\u00f6he. Das Haus ist zudem barrierefrei. Eine Gruppe von Angestellten aus unterschiedlichen Bereichen trifft sich alle acht Wochen, um das Thema Inklusion zu besprechen und zu pr\u00fcfen, wo Erg\u00e4nzungs- oder Verbesserungsbedarf besteht. Das Haus ist eine gro\u00dfe Bereicherung des Kulturlebens in der Stadt.<\/p>\n<p>Der zweite mit 4.000 Euro dotierte 2. Preis geht an die W\u00f6rterfabrik f\u00fcr unterst\u00fctzte Kommunikation. Die EiS-App beschreibt Begriffe durch die Kombination von Symbol (sehen), Audioausgabe (sprechen + h\u00f6ren), geschriebenem Wort (lesen) und Video (Geb\u00e4rden). Diese App erm\u00f6glicht gemeinsames Lernen und hilft bei der Kommunikation mit Verwandten und im Freundeskreis. Dadurch k\u00f6nnen die Kinder mehr am Alltag teilnehmen und selbstbestimmter ihr Leben gestalten. In ihrer Begr\u00fcndung hob die Jury hervor, dass die Idee der App neu und innovativ ist sowie Strahlkraft besitze: Sie ist \u00fcbertragbar und hat Entwicklungspotential.<\/p>\n<p>Der mit 2.000 Euro dotierte Nachwuchspreis geht an Enactus Hamburg. Die Studenteninitiative \u201eMeineStadt\u201c will neue Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr Menschen mit Behinderung gewinnen. Die Studierenden erarbeiteten ein Konzept f\u00fcr inklusive Stadttouren von und mit Menschen im Rollstuhl. Zahlreiche Kooperationspartner wie Autonom Leben e.V., dem Organisationsteam der Rollstuhlbasketball-WM, Reha-Einrichtungen, der Firma Stolle unterst\u00fctzen bei der Umsetzung der Idee. Die Touren sollen durch Rollstuhlnutzer\/innen entwickelt und angeboten werden, die dar\u00fcber ihren Lebensunterhalt verdienen. Die Menschen, die die Tour buchen, sitzen auch im Rollstuhl, unabh\u00e4ngig davon ob sie ihn ben\u00f6tigen. In ihrer Begr\u00fcndung hob die Jury hervor, dass das Begegnen auf Augenh\u00f6he einen Perspektivwechsel erm\u00f6glicht, der f\u00fcr Menschen ohne Behinderung besonders spannend sein d\u00fcrfte \u2013 und daher auch aus dieser Perspektive einen wertvollen Impuls f\u00fcr eine inklusive Gesellschaft setzt.<\/p>\n<p>Die Jury f\u00fcr den Senator-Neumann-Preis 2018 bestand aus sieben Personen:<br \/>\n\u2022              Tim Angerer, Amtsleiter Medien, Beh\u00f6rde f\u00fcr Kultur und Medien<br \/>\n\u2022              Kerstin Hagemann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Patienten-Initiative e.V.<br \/>\n\u2022              Andrea Holz, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Landesverband Hamburg e.V.<br \/>\n\u2022              Ingrid K\u00f6rner, Senatskoordinatorin f\u00fcr die Gleichstellung behinderter Menschen<br \/>\n\u2022              Andrea Luksch, Ressortleiterin Soziales, NDR Hamburg Journal<br \/>\n\u2022              Dr. J\u00fcrgen Mantell, Pr\u00e4sident Hamburger Sportbund<br \/>\n\u2022              Dr. Michael Wunder, Leiter Beratungszentrum Alsterdorf der Evangelischen Stiftung Alsterdorf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Senatorin Melanie Leonhard und Ingrid K\u00f6rner, Senatskoordinatorin f\u00fcr die Gleichstellung behinderter Menschen, haben im September den Senator-Neumann-Preis an herausragende inklusive Projekte verliehen. 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