{"id":2465,"date":"2026-04-28T13:01:19","date_gmt":"2026-04-28T11:01:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=2465"},"modified":"2026-04-28T13:01:19","modified_gmt":"2026-04-28T11:01:19","slug":"gesundheitsversorgung-in-sozial-benachteiligten-stadtteilen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2026\/04\/gesundheitsversorgung-in-sozial-benachteiligten-stadtteilen\/","title":{"rendered":"Gesundheitsversorgung in sozial benachteiligten Stadtteilen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hamburg setzt sich f\u00fcr kleinr\u00e4umigere Bedarfsplanung und mehr Einfluss der L\u00e4nder ein<\/strong><br \/>\nDie Einflussm\u00f6glichkeiten der L\u00e4nder auf die ambulante Gesundheitsversorgung sind derzeit begrenzt. Der Senat setzt sich deshalb auf Bundesebene f\u00fcr eine kleinr\u00e4umigere Bedarfsplanung und mehr Mitspracherechte in den Zulassungsgremien ein, insbesondere um Versorgungsl\u00fccken in sozial benachteiligten Stadtteilen gezielter schlie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der gesundheitspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Claudia Loss, hervor (siehe Anlage). Die SPD-Fraktion Hamburg sieht dar\u00fcber hinaus die Kassen\u00e4rztliche Vereinigung in der Verantwortung, ihre bestehenden Sicherstellungsinstrumente konsequent zu nutzen, um Versorgungsl\u00fccken vor Ort zu schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Dazu Claudia Loss, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: \u201eHamburgs Gesundheitsversorgung ist gut aufgestellt, wenn man die gesamte Stadt betrachtet. Aktuell k\u00f6nnen Versorgungsl\u00fccken aber gerade in sozial benachteiligten Stadtteilen nicht ausreichend geschlossen werden. Wir fordern daher seit langem eine kleinteiligere Bedarfsplanung, die die Versorgung der Stadtteile st\u00e4rker in den Blick nimmt. Die Stadt hat hier leider nur sehr begrenzten Einfluss, denn \u00fcber die Vergabe der Kassensitze entscheidet in erster Linie die Kassen\u00e4rztliche Vereinigung und der Zulassungsausschuss. Im Zulassungsausschuss hat die Sozialbeh\u00f6rde lediglich ein Mitspracherecht, mitentscheiden darf sie aber nicht. Klar ist: Alle Akteure im Gesundheitswesen haben ein Interesse an einer guten Versorgung f\u00fcr die Hamburgerinnen und Hamburger, doch die bestehenden bundesrechtlichen Vorgaben setzen hier enge Grenzen. Die Bedarfsplanungsrichtlinien des Bundes schr\u00e4nken die Handlungsspielr\u00e4ume von Krankenkassen, Kassen\u00e4rztlicher Vereinigung und Zulassungsausschuss erheblich ein. Da muss sich etwas \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Entscheidend ist, dass die Stimme der L\u00e4nder st\u00e4rker wird. Die Sozialbeh\u00f6rde braucht im Zulassungsausschuss nicht nur ein Mitspracherecht, sondern endlich auch ein Stimmrecht. Die aktuelle Situation ist festgefahren, auch weil die L\u00e4nder keine echte Entscheidungskompetenz haben. Jetzt ist Bundesgesundheitsministerin Warken gefragt, die Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen. Eine kleinteiligere Bedarfsplanung und mehr Einfluss der L\u00e4nder sind entscheidend, um Versorgungsl\u00fccken gezielt zu schlie\u00dfen und die medizinische Versorgung vor Ort sp\u00fcrbar zu verbessern. Ich begr\u00fc\u00dfe daher, dass sich der Senat weiterhin aktiv beim Bund f\u00fcr Ver\u00e4nderungen einsetzt, die eine bessere Gesundheitsversorgung insbesondere in sozial benachteiligten Stadtteilen erm\u00f6glichen.\u201c<\/p>\n<p>Hintergrund<br \/>\nDer Gesundheitsausschuss der Hamburgischen B\u00fcrgerschaft setzt in seiner heutigen Sitzung (17 Uhr, R. 151) die Expert:innenanh\u00f6rung zum Thema \u201eVerbesserung der ambulanten medizinischen Versorgung in Hamburg insbesondere in sozial benachteiligten Stadtteilen\u201c fort.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hamburg setzt sich f\u00fcr kleinr\u00e4umigere Bedarfsplanung und mehr Einfluss der L\u00e4nder ein Die Einflussm\u00f6glichkeiten der L\u00e4nder auf die ambulante Gesundheitsversorgung sind derzeit begrenzt. 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