{"id":2418,"date":"2026-03-17T13:29:40","date_gmt":"2026-03-17T11:29:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=2418"},"modified":"2026-03-17T13:29:40","modified_gmt":"2026-03-17T11:29:40","slug":"altersmedizin-weiterentwickeln-rot-gruen-will-geriatrische-reha-in-hamburg-schaffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2026\/03\/altersmedizin-weiterentwickeln-rot-gruen-will-geriatrische-reha-in-hamburg-schaffen\/","title":{"rendered":"Altersmedizin weiterentwickeln: Rot-Gr\u00fcn will geriatrische Reha in Hamburg schaffen"},"content":{"rendered":"<p>Angesichts des demografischen Wandels wollen die Regierungsfraktionen von SPD und Gr\u00fcnen die Altersmedizin in Hamburg gezielt weiterentwickeln. Dazu soll die Versorgung k\u00fcnftig zweistufig ausgerichtet werden: Neben der in Hamburg bereits gut ausgebauten Krankenhausbehandlung mit Fr\u00fchrehabilitation soll eine weiterf\u00fchrende station\u00e4re oder teilstation\u00e4re Rehabilitation aufgebaut werden. Die daf\u00fcr notwendigen geriatrischen Rehabilitationspl\u00e4tze sollen in den kommenden Jahren entstehen. \u00dcber den rot-gr\u00fcnen Antrag entscheidet die Hamburgische B\u00fcrgerschaft am 25. M\u00e4rz.<\/p>\n<p>Dazu Claudia Loss, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: \u201eHamburg ist in der Krankenhausgeriatrie sehr gut aufgestellt, aber eine station\u00e4re geriatrische Rehabilitation fehlt bislang. Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel hat der Grundsatz \u201aReha vor Pflege\u2018 eine enorme Bedeutung. Geriatrische Reha erh\u00e4lt die Selbstst\u00e4ndigkeit der Patient:innen und vermeidet in vielen F\u00e4llen die Pflegebed\u00fcrftigkeit, bevor sie entsteht. Wir wollen daher den konkreten Bedarf an station\u00e4ren und teilstation\u00e4ren Rehabilitationspl\u00e4tzen ermitteln und gemeinsam mit Krankenkassen, \u00c4rzteschaft und weiteren Partner:innen tragf\u00e4hige Finanzierungs- und Umsetzungskonzepte entwickeln. Ziel ist eine zweistufige, wohnortnahe Versorgung, die den individuellen Rehabilitationsbed\u00fcrfnissen \u00e4lterer Menschen gerecht wird. Mit dem Intensivpflege- und Rehabilitationsst\u00e4rkungsgesetz hat der Bund den Zugang zur geriatrischen Rehabilitation erleichtert. Jetzt m\u00fcssen wir sicherstellen, dass diese Anspr\u00fcche auch in Hamburg eingel\u00f6st werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Dazu Linus G\u00f6rg, gesundheitspolitischer Sprecher der Gr\u00fcnen Fraktion Hamburg: \u201eDie Anzahl an Menschen \u00fcber 60 wird auch in Hamburg weiter steigen, was uns vor zus\u00e4tzliche Aufgaben stellt. Unser Ziel ist immer, dass die Menschen in unserer Stadt auch im hohen Alter gesund sind und selbstst\u00e4ndig leben. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir bei der Rehabilitation \u00e4lterer Menschen noch besser werden. W\u00e4hrend Hamburg bereits \u00fcber eine gute geriatrische Fr\u00fchrehabilitation verf\u00fcgt, geht es jetzt darum, zus\u00e4tzliche Angebote f\u00fcr die weiterf\u00fchrende Rehabilitation zu schaffen, sowohl station\u00e4r als auch teilstation\u00e4r. Gemeinsam mit unseren Partner*innen im Gesundheitsbereich wollen wir im ersten Schritt sinnvolle Konzepte zur Finanzierung und Umsetzung entwickeln. Bereits bestehende, gut funktionierende Institutionen wie die geriatrischen Institutsambulanzen werden dabei aktiv eingebunden. Die Selbstst\u00e4ndigkeit \u00e4lterer Menschen muss gest\u00e4rkt und so lange wie m\u00f6glich erhalten bleiben \u2013 ganz nach dem Leitgedanken \u201aReha vor Pflege\u2018.\u201c<\/p>\n<p>Dazu Dr. Frank Hofschulte, Altersmediziner und Leiter des Kompetenz-Centrums Geriatrie der Medizinischen Dienste: \u201eGeriatrische Patient:innen sind besonders fragil. Selbst gut behandelbare medizinische Probleme k\u00f6nnen bei ihnen eine zuvor stabile Lebensf\u00fchrung rasch destabilisieren und Selbstversorgung sowie soziale Teilhabe gef\u00e4hrden. Eine station\u00e4re geriatrische Reha mit multiprofessionellen Teams kann ma\u00dfgeblich dar\u00fcber entscheiden, ob ein Mensch beispielsweise nach einem belastenden station\u00e4ren Aufenthalt wieder in einen selbstst\u00e4ndigen Alltag zur\u00fcckfindet oder dauerhaft auf Pflege angewiesen ist. In der Begutachtungspraxis der Medizinischen Dienste sehen wir immer wieder, dass Menschen mit klarem Rehabilitationspotenzial in die ambulante oder station\u00e4re Pflege entlassen werden m\u00fcssen, weil weiterf\u00fchrende Reha-Angebote im station\u00e4ren Bereich fehlen. Das ist f\u00fcr mich als Arzt nur schwer zu akzeptieren, denn station\u00e4re Reha-Angebote sind in der Geriatrie medizinisch sinnvoll, wirtschaftlich vern\u00fcnftig und zukunftsf\u00e4hig. Sofern kein akuter Anlass f\u00fcr eine Krankenhausbehandlung besteht, ist die station\u00e4re Behandlung in einer geriatrischen Rehabilitationseinrichtung auch unter pr\u00e4ventiven Gesichtspunkten eine besonders geeignete Versorgungsoption. Pr\u00e4vention ist entscheidend, um Selbstst\u00e4ndigkeit zu erhalten, Widerstandsf\u00e4higkeit zu st\u00e4rken und funktionelle Verschlechterungen zu vermeiden. Die Hamburger Initiative schlie\u00dft eine echte Versorgungsl\u00fccke und komplettiert die bereits breit aufgestellte Krankenhausgeriatrie in der Hansestadt. Insofern hoffe ich sehr, dass weitere Bundesl\u00e4nder dem Beispiel Hamburgs folgen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts des demografischen Wandels wollen die Regierungsfraktionen von SPD und Gr\u00fcnen die Altersmedizin in Hamburg gezielt weiterentwickeln. Dazu soll die Versorgung k\u00fcnftig zweistufig ausgerichtet werden: Neben der in Hamburg bereits gut ausgebauten Krankenhausbehandlung mit Fr\u00fchrehabilitation soll eine weiterf\u00fchrende station\u00e4re oder teilstation\u00e4re Rehabilitation aufgebaut werden. Die daf\u00fcr notwendigen geriatrischen Rehabilitationspl\u00e4tze sollen in den kommenden Jahren entstehen. 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