{"id":2321,"date":"2025-09-09T12:59:59","date_gmt":"2025-09-09T10:59:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=2321"},"modified":"2025-09-09T12:59:59","modified_gmt":"2025-09-09T10:59:59","slug":"erste-barrierefreie-gynaekologische-sprechstunde-in-hamburg-meilenstein-fuer-bessere-medizinische-versorgung-von-frauen-mit-komplexen-behinderungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2025\/09\/erste-barrierefreie-gynaekologische-sprechstunde-in-hamburg-meilenstein-fuer-bessere-medizinische-versorgung-von-frauen-mit-komplexen-behinderungen\/","title":{"rendered":"Erste barrierefreie gyn\u00e4kologische Sprechstunde in Hamburg: Meilenstein f\u00fcr bessere medizinische Versorgung von Frauen mit komplexen Behinderungen"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr Frauen mit komplexen Behinderungen gab es bislang keine umfassend barrierefreie gyn\u00e4kologische Praxis in Hamburg. J\u00e4hrliche Vorsorge? Behandlung bei gyn\u00e4kologischen Beschwerden oder gar Erkrankungen? Fehlanzeige. Immer wieder berichteten Frauen und ihre Angeh\u00f6rigen von ihrer verzweifelten und vergeblichen Suche nach dieser eigentlich selbstverst\u00e4ndlichen Grundversorgung. <\/p>\n<p>Doch nun gibt es einen Anlaufpunkt: Das Sengelmann Institut f\u00fcr Medizin und Inklusion (SIMI) am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf (EKA) bietet montags bis mittwochs gyn\u00e4kologische Sprechstunden f\u00fcr erwachsene Frauen mit komplexen Behinderungen (z.B. mit geistiger oder schwerer Mehrfachbehinderung), die eine entsprechende haus- oder fach\u00e4rztliche \u00dcberweisung haben. Die drei Gyn\u00e4kologinnen Kerstin Jepsen, Ronja Tabery und Gesine Quentin sind regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr die Frauen da. Sie kennen sich mit den besonderen Bedarfen und Bed\u00fcrfnissen aus und haben f\u00fcr ihre Arbeit auch die n\u00f6tige Ausstattung. So konnte beispielsweise ein spezieller gyn\u00e4kologischer Stuhl angeschafft werden, der es auch Frauen erm\u00f6glicht, auf den Untersuchungsstuhl zu kommen, die das aus eigener Kraft nicht k\u00f6nnen. Im Bedarfsfall steht daf\u00fcr auch ein so genannter Lifter zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>\u201eWir freuen uns sehr, dass wir diese Versorgungsl\u00fccke in Hamburg endlich schlie\u00dfen k\u00f6nnen\u201c, sagt Dr. Janina Schwabl, Neurologin und Ober\u00e4rztin am SIMI. F\u00fcr die Versorgung von Frauen mit komplexen Behinderungen ist das neue Angebot ein Meilenstein. \u201eWir freuen uns, dass wir die Versorgung f\u00fcr diese Gruppe von Frauen verbessern k\u00f6nnen. Der Zugang zu medizinischer Versorgung ist f\u00fcr Menschen mit Behinderung h\u00e4ufig schwierig, so dass Erkrankungen nicht angemessen behandelt werden k\u00f6nnen.  Gesundheit ist jedoch ein wesentlicher Aspekt von Teilhabe \u2013 deshalb ist ein solches Angebot so wichtig\u201c, sagt Ulrich Scheibel, Medizin-Vorstand der Evangelischen Stiftung Alsterdorf.<br \/>\nUm die Situation insgesamt zu verbessern, bietet die Stiftung beispielsweise Fortbildungen f\u00fcr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte und medizinisches Fachpersonal an und bringt ihre Expertise ein. Expertinnen aus dem Bereich \u201eInklusive Gesundheit\u201c arbeiten au\u00dferdem intensiv an einem Runden Tisch mit, den die Hamburger Senatskoordinatorin f\u00fcr die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, Ulrike Kloiber, eingerichtet hat. Er k\u00fcmmert sich darum, die gyn\u00e4kologische Versorgung f\u00fcr Hamburgerinnen mit Behinderungen in allen Bezirken zu verbessern.<br \/>\nWeitere Informationen zum SIMI und zu der Initiative \u201eGesundheit f\u00fcr alle \u2013 jetzt!\u201c finden Sie hier<br \/>\nKontakt<br \/>\nSandra Wilsdorf, Kommunikation \u201eGesundheit f\u00fcr alle \u2013 jetzt!\u201c Evangelische Stiftung Alsterdorf, Mobil 01520 8279878, E-Mail: sandra.wilsdorf@alsterdorf.de<\/p>\n<p>Daniela Steffen-Oschkinat, Unternehmenskommunikation Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf gGmbH, Telefon 0 40 50 77 39 65<br \/>\nE-Mail: Daniela.Steffen-Oschkinat@eka.alsterdorf.de<\/p>\n<p>Hintergrund<br \/>\nIn den vergangenen Jahren haben die medizinischen Gesellschaften der Evangelischen Stiftung Alsterdorf ihr langj\u00e4hriges Erfahrungswissen geb\u00fcndelt und neue Angebote entwickelt. Dazu z\u00e4hlt u.a. das 2015 er\u00f6ffnete Sengelmann Institut f\u00fcr Medizin und Inklusion als eines der bundesweit ersten Medizinischen Zentren f\u00fcr erwachsene Menschen mit Behinderung. In 2020 wurde am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf der bundesweit erste Qualit\u00e4tsvertrag zur Versorgung von Menschen mit Behinderung im Krankenhaus abgeschlossen, der im September 2022 mit dem MSD-Gesundheitspreis f\u00fcr herausragende Gesundheitsl\u00f6sungen ausgezeichnet wurde. Von 2021 bis 2025 lief au\u00dferdem das vom Innovationsfonds der Gesetzlichen Krankenkassen finanzierte Pr\u00e4ventionsprogramm \u201eBesser gesund leben\u201c, in Kooperation u.a. mit der HAW und der Hochschule Bielefeld. Im Projekt Gesundheit 25* werden zudem in den Quartieren Akteur*innen vernetzt und beraten. Ziel ist es dabei, die wohnortnahe gesundheitliche Versorgung zu verbessern.<\/p>\n<p>UN-Behindertenrechtskonvention<br \/>\nNach Artikel 25 der UN-Behindertenrechtskonvention haben Menschen mit Behinderung ein Recht auf Gesundheitsversorgung wie alle anderen auch \u2013 und dar\u00fcber hinaus, wenn es notwendig ist, um ihr Recht auf Teilhabe zu verwirklichen. Deutschland hat die UN-Behindertenrechtskonvention 2009 unterzeichnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Frauen mit komplexen Behinderungen gab es bislang keine umfassend barrierefreie gyn\u00e4kologische Praxis in Hamburg. J\u00e4hrliche Vorsorge? Behandlung bei gyn\u00e4kologischen Beschwerden oder gar Erkrankungen? Fehlanzeige. Immer wieder berichteten Frauen und ihre Angeh\u00f6rigen von ihrer verzweifelten und vergeblichen Suche nach dieser eigentlich selbstverst\u00e4ndlichen Grundversorgung. 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