{"id":2223,"date":"2025-07-22T15:32:15","date_gmt":"2025-07-22T13:32:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=2223"},"modified":"2025-07-22T15:32:15","modified_gmt":"2025-07-22T13:32:15","slug":"hamburg-setzt-neue-massstaebe-fuer-faire-bezahlung-in-der-soziokultur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2025\/07\/hamburg-setzt-neue-massstaebe-fuer-faire-bezahlung-in-der-soziokultur\/","title":{"rendered":"Hamburg setzt neue Ma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr faire Bezahlung in der Soziokultur"},"content":{"rendered":"<p><strong>Neue Gehaltsstruktur f\u00fcr Stadtteilkulturzentren, Geschichtswerkst\u00e4tten und B\u00fcrgerh\u00e4user <\/strong><\/p>\n<p>Hamburg macht einen weiteren wichtigen Schritt f\u00fcr bessere Arbeitsbedingungen in der Soziokultur: Bisher erh\u00e4lt ein Gro\u00dfteil der Mitarbeitenden in Stadtteilkulturzentren, Geschichtswerkst\u00e4tten und B\u00fcrgerh\u00e4usern deutlich niedrigere Geh\u00e4lter als Personen in vergleichbaren Positionen in anderen Organisationen. Zudem ist die Verg\u00fctung oft nicht einheitlich. Um die Arbeitsbedingungen in diesem f\u00fcr die Stadt so wichtigen Bereich zu verbessern, haben die Beh\u00f6rde f\u00fcr Kultur und Medien und die f\u00fcr Bezirke zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde gemeinsam mit den sieben Bezirks\u00e4mtern eine neue Stellenbewertung initiiert, die sich am Tarifvertrag f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Dienst der L\u00e4nder (TV-L) orientiert. Jetzt liegen die Ergebnisse aus der Stellenneubewertung in der Soziokultur vor: Rund 65 Prozent der Stellen werden h\u00f6her eingruppiert, rund 32 Prozent bleiben in derselben Gehaltsgruppe. Die Hamburger Stadtteilkulturzentren, Geschichtswerkst\u00e4tten und B\u00fcrgerh\u00e4user erhalten daf\u00fcr eine neue strukturelle F\u00f6rderung von rund einer Million Euro jedes Jahr. Mit fairer Bezahlung und einheitlicher Tarifstruktur st\u00e4rkt Hamburg so die wichtige kulturelle Arbeit in den Quartieren. <\/p>\n<p>Das Projekt wurde durch die Initiative \u201eKulturWert\u201c angesto\u00dfen, vom Bezirksamt Harburg koordiniert und gemeinsam mit dem Dachverband Stadtkultur Hamburg e. V. in den letzten drei Jahren durchgef\u00fchrt. Ziel war es, die bestehenden T\u00e4tigkeitsprofile in den Stadtteilkultureinrichtungen zu analysieren, neu zu bewerten und erstmals in ein transparent nachvollziehbares Gehaltsgef\u00fcge zu \u00fcberf\u00fchren, das sich am Tarifvertrag der L\u00e4nder orientiert. Bislang wurden gut 200 Stellen analysiert. Derzeit wurden 130 Stellen besser eingruppiert, 65 wurden gleich eingruppiert und die wenigen \u00fcbrigen Stellen werden zuk\u00fcnftig niedriger gruppiert, wobei die niedrigere Entgeltgruppe erst bei einer Neubesetzung der Stelle greifen wird. Hamburg ist das erste Bundesland, das diesen Prozess systematisch durchgef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p>Dr. Carsten Brosda, Senator f\u00fcr Kultur und Medien: \u201eEine faire Bezahlung in der Kultur ist kein Luxus, sondern eine Frage der Anerkennung und Gerechtigkeit. Die Besch\u00e4ftigten in Stadtteilkulturzentren und Geschichtswerkst\u00e4tten leisten einen unverzichtbaren Beitrag f\u00fcr den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer Stadt \u2013 und das muss auch fair entlohnt werden. Mit den neuen Stellenbewertungen konnte eine wichtige Grundlage daf\u00fcr geschaffen werden, um diese Arbeit anzuerkennen und abzusichern. Hamburg setzt damit bundesweit neue Ma\u00dfst\u00e4be. Ich hoffe, dass viele St\u00e4dte und Gemeinden diesen Weg mit uns gehen. Damit haben wir au\u00dferdem eine wichtige Voraussetzung daf\u00fcr geschaffen, dass auch k\u00fcnftig die Arbeit in der Stadtteilkultur attraktiv bleibt. Mein Dank gilt dem engagierten Projektteam im Bezirk Harburg und der Stadtteilkulturszene, die diesen Weg \u00fcber die vergangenen drei Jahre mitgegangen ist und tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt hat \u2013 ein gro\u00dfartiges Gemeinschaftsprojekt, mit dem wir die faire Bezahlung in der Stadtteilkultur realisieren k\u00f6nnen, die sie schon lange verdient.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Andreas Dressel, Senator f\u00fcr Finanzen und Bezirke: \u201eWertsch\u00e4tzung bemisst sich nicht nur in Worten, sondern eben manchmal auch in Euro. Insofern haben wir hier gemeinsam ein gutes, vertretbares Ergebnis f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten der Stadtteilkulturzentren, Geschichtswerkst\u00e4tten und B\u00fcrgerh\u00e4user erzielt. Mein Dank geht insbesondere an die Kolleginnen und Kollegen im Bezirk Harburg, die das Projekt federf\u00fchrend gesteuert haben. Zusammen mit einem weitgehenden Tarifausgleich f\u00fcr die kulturelle und soziale Infrastruktur im Zuge des Haushalts 2025\/2026 haben wir gezeigt, dass sich die Institutionen, die sich jeden Tag um das Zusammenleben in unserer Stadt verdient machen, auch auf diesen Senat verlassen k\u00f6nnen. Gleichwohl bleiben die Zeiten und die Budgetentwicklung auch in den n\u00e4chsten Jahren extrem herausfordernd.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Anke Jobmann, Sozialdezernentin Bezirksamt Harburg: \u201eHier ist etwas wirklich Gro\u00dfes gelungen. Fachbeh\u00f6rden, Dachverband und Bezirks\u00e4mter haben mit sehr viel Einsatz und Geduld zusammengearbeitet, um den Mitarbeitenden in der Stadtteilkultur, den Geschichtswerkst\u00e4tten und den B\u00fcrgerh\u00e4usern mehr Sicherheit, Transparenz und Einheitlichkeit sowie eine faire Bezahlung ihrer Arbeitsleistung zu erm\u00f6glichen. Das ist f\u00fcr das friedliche, demokratische und vielf\u00e4ltige Zusammenleben in den Quartieren der Stadt unglaublich wertvoll. Insofern war es uns eine besondere Freude zu sehen, dass alle Akteure sehr konzentriert an einem Strang gezogen haben. F\u00fcr diese tolle Erfahrung, das Engagement sowie das gro\u00dfe Vertrauen der Fachbeh\u00f6rden und STADTKULTUR HAMBURG in den Prozess m\u00f6chte ich mich ausdr\u00fccklich bedanken.\u201c<\/p>\n<p>Corinne Eichner, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Dachverbands STADTKULTUR HAMBURG e. V.: \u201eDas ist ein historischer Meilenstein f\u00fcr die Stadtteilkulturzentren, B\u00fcrgerh\u00e4user und Geschichtswerkst\u00e4tten in Hamburg \u2013 und f\u00fcr die Soziokultur bundesweit. Viele Jahre haben wir gemeinsam mit der Verwaltung, der Politik und engagierten Einrichtungen und Mitarbeitenden daran gearbeitet, die Leistungen der Besch\u00e4ftigten sichtbar zu machen und tariflich angemessen zu bewerten. Der Dachverband hat diesen komplexen, innovativen und partizipativen Prozess von Beginn an mitgestaltet. Mit der neuen Gehaltsstruktur werden die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert: Die Stadtteilkultur kann k\u00fcnftig auch f\u00fcr junge, hervorragend ausgebildete Menschen ein attraktiver Arbeitsplatz sein. Das hilft dabei, die Einrichtungen f\u00fcr ihre wichtige Rolle bei der St\u00e4rkung einer demokratischen Gesellschaft mit vielf\u00e4ltigen kulturellen Teilhabem\u00f6glichkeiten nachhaltig zu stabilisieren. Unser gro\u00dfer Dank gilt allen Beteiligten: Dieser gemeinsame Erfolg ist Ausdruck gelebter Zusammenarbeit aller Ebenen, die l\u00e4ngst verdiente Anerkennung f\u00fcr die Arbeit der Besch\u00e4ftigten und ein entscheidender Schritt zur Zukunftssicherung der Einrichtungen der Hamburger Stadtteilkultur.\u201c<\/p>\n<p>Die Hamburger Stadtteilkultur spielt eine zentrale Rolle f\u00fcr gesellschaftlichen Zusammenhalt, kulturelle Teilhabe und die demokratische Gestaltung des Lebens in unserer Stadt. Stadtteilkulturzentren, Geschichtswerkst\u00e4tten und B\u00fcrgerh\u00e4user sind wichtige Orte der Begegnung und der kulturellen Teilhabe, verbinden in ihren Programmen die Bereiche Kultur, Bildung, Sozialarbeit und Stadtteilarbeit und erreichen Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Herkunft. Die Besch\u00e4ftigten vor Ort leisten tagt\u00e4glich einen Beitrag zur kulturellen Vielfalt Hamburgs. <\/p>\n<p>Die neue tarifliche Systematisierung ihrer Arbeit wertet dieses Engagement strukturell auf. Es soll r\u00fcckwirkend ab dem 1. Januar 2025 eingef\u00fchrt werden. Die neue Bewertung orientiert sich am Tarifvertrag f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Dienst der L\u00e4nder (TV-L) und bringt in allen Stellenkategorien deutliche Verbesserungen. Sie umfasst folgende Stellenkategorien: <\/p>\n<p>1.\tGesch\u00e4ftsf\u00fchrung: Entgeltgruppe 12 bis 14 (je nach Einrichtungsgr\u00f6\u00dfe und Angebotsvielfalt)<br \/>\n2.\tLeitung Geschichtswerkstatt: Entgeltgruppe 13<br \/>\n3.\tHausleitung, \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Programmleitung: Entgeltgruppe 11<br \/>\n4.\tBuchhaltung und Veranstaltungstechnik: Entgeltgruppe 9a<br \/>\n5.\tHausmeister: Entgeltgruppe 4 bis 5 (je nach Ausbildung)<\/p>\n<p>Die neue Gehaltsstruktur st\u00e4rkt die Einrichtungen nachhaltig und schafft die Voraussetzungen f\u00fcr eine professionelle und kontinuierliche Arbeit in den Quartieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neue Gehaltsstruktur f\u00fcr Stadtteilkulturzentren, Geschichtswerkst\u00e4tten und B\u00fcrgerh\u00e4user Hamburg macht einen weiteren wichtigen Schritt f\u00fcr bessere Arbeitsbedingungen in der Soziokultur: Bisher erh\u00e4lt ein Gro\u00dfteil der Mitarbeitenden in Stadtteilkulturzentren, Geschichtswerkst\u00e4tten und B\u00fcrgerh\u00e4usern deutlich niedrigere Geh\u00e4lter als Personen in vergleichbaren Positionen in anderen Organisationen. 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