{"id":2218,"date":"2025-07-17T11:43:40","date_gmt":"2025-07-17T09:43:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=2218"},"modified":"2025-07-17T11:43:40","modified_gmt":"2025-07-17T09:43:40","slug":"unrecht-an-gehoerlosen-in-hamburger-schulen-spd-cdu-gruene-und-linke-bringen-aufarbeitung-entschaedigung-und-bessere-unterstuetzung-auf-den-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2025\/07\/unrecht-an-gehoerlosen-in-hamburger-schulen-spd-cdu-gruene-und-linke-bringen-aufarbeitung-entschaedigung-und-bessere-unterstuetzung-auf-den-weg\/","title":{"rendered":"Unrecht an Geh\u00f6rlosen in Hamburger Schulen: SPD, CDU, Gr\u00fcne und Linke bringen Aufarbeitung, Entsch\u00e4digung und bessere Unterst\u00fctzung auf den Weg"},"content":{"rendered":"<p>Geh\u00f6rlose Menschen haben auch an Hamburger Bildungseinrichtungen viel Unrecht erlitten \u2013 vor allem durch das mit Gewalt durchgesetzte Verbot von Geb\u00e4rden und den Zwang zur Lautsprache. Dies haben Betroffene in einer simultan geb\u00e4rdengedolmetschten Sitzung des Sozialausschusses eindr\u00fccklich geschildert. Mit einem gemeinsamen interfraktionellen Antrag erkennen die Fraktionen von SPD, CDU, Gr\u00fcnen und Linken das erlittene Unrecht an und setzen sich f\u00fcr die Einrichtung eines Entsch\u00e4digungsfonds auf Bundesebene sowie f\u00fcr landesrechtliche Erleichterungen bei der Leistungsgew\u00e4hrung ein (siehe Anlage). Zudem bringen die Fraktionen eine wissenschaftliche Aufarbeitung des Umgangs mit geh\u00f6rlosen Menschen in den Hamburger Bildungseinrichtungen auf den Weg. \u00dcber den interfraktionellen Antrag stimmt die Hamburgische B\u00fcrgerschaft in ihrer heutigen Sitzung ab.<\/p>\n<p>Dazu Regina J\u00e4ck, Sprecherin f\u00fcr Menschen mit Behinderung der SPD-Fraktion Hamburg: \u201eGeh\u00f6rlosen Menschen ist lange Zeit verboten worden, ihre Geb\u00e4rdensprache zu nutzen. Sie wurden daf\u00fcr bestraft, auf ihre Weise zu kommunizieren und so in Kontakt mit der Welt zu treten. Sprache bedeutet Identit\u00e4t, auch Chancen auf eine gute Bildung. Den Betroffenen ist dies auf grausame Art verwehrt worden. Sie haben viel Leid erfahren. Auch Hamburger Bildungseinrichtungen haben hier Schuld auf sich geladen. Der Sozialausschuss der B\u00fcrgerschaft hat auf Bitten der Betroffenen im Rahmen einer geb\u00e4rdengedolmetschten Sitzung f\u00fcr sie einen \u00f6ffentlichen Raum geschaffen, um \u00fcber ihre schlimmen Erfahrungen zu sprechen. Es folgt nun ein zweiter, sehr wichtiger und notwendiger Schritt f\u00fcr die Anerkennung von Leid und Diskriminierung. Die Hamburgische B\u00fcrgerschaft bittet die betroffenen geh\u00f6rlosen Menschen um Verzeihung. Im Weiteren werden wir die damaligen schlimmen Vorg\u00e4nge an Hamburger Schulen wissenschaftlich unter Einbeziehung der Forschungsperspektive \u201aDeaf Studies\u2018 aufarbeiten lassen. Wir stellen zudem die Weichen f\u00fcr eine deutlich inklusivere Zukunft. So sollen Leistungen der Eingliederungshilfe f\u00fcr geh\u00f6rlose Menschen k\u00fcnftig leichter zug\u00e4nglich gemacht werden. Hierzu wird der Senat ersucht, ein tragf\u00e4higes Konzept zu entwickeln. Wir werden uns zudem auf Bundesebene f\u00fcr eine finanzielle Anerkennung des Leids der Betroffenen im Rahmen eines Entsch\u00e4digungsfonds einsetzen. Die Hamburgische B\u00fcrgerschaft setzt damit ein wichtiges Zeichen der Wahrnehmung und Wertsch\u00e4tzung geh\u00f6rloser Menschen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geh\u00f6rlose Menschen haben auch an Hamburger Bildungseinrichtungen viel Unrecht erlitten \u2013 vor allem durch das mit Gewalt durchgesetzte Verbot von Geb\u00e4rden und den Zwang zur Lautsprache. Dies haben Betroffene in einer simultan geb\u00e4rdengedolmetschten Sitzung des Sozialausschusses eindr\u00fccklich geschildert. 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