{"id":205,"date":"2013-01-22T20:55:59","date_gmt":"2013-01-22T18:55:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=205"},"modified":"2013-01-22T20:55:59","modified_gmt":"2013-01-22T18:55:59","slug":"selbstbestimmt-dabei-immer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2013\/01\/selbstbestimmt-dabei-immer\/","title":{"rendered":"\u201eSelbstbestimmt dabei. Immer.\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\u201eSelbstbestimmt dabei. Immer.\u201c: Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr die Belange behinderter Menschen rufen Jahr gegen Diskriminierung behinderter und chronisch kranker Menschen aus<\/p>\n<p>Gemeinsam mit zahlreichen Prominenten aus Film, Sport und Musik haben die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr die Belange behinderter Menschen am Dienstag das Jahr \u201eSelbstbestimmt dabei. Immer.\u201c gegen die Diskriminierung behinderter Menschen ausgerufen. Im Vordergrund des Themenjahres 2013 stehen bundesweite Veranstaltungen und Aktionen, die auf Benachteiligungen behinderter und chronisch kranker Menschen im Arbeitsleben, im Bereich Bildung und im Alltag aufmerksam machen.<\/p>\n<p>Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Anfragen an die Antidiskriminierungsstelle \u2013 etwa ein Viertel, in Zahlen sind das 2200 F\u00e4lle seit 2006 \u2013 kommen von Menschen, die sich wegen einer Behinderung benachteiligt f\u00fchlen. \u201eDas sind Zahlen, die zeigen, wie gro\u00df der Handlungsbedarf ist\u201c, sagte ADS-Leiterin Christine L\u00fcders bei der Auftakt-Pressekonferenz in Berlin. Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der ADS ergab dar\u00fcber hinaus, dass mit dem Wort Behinderung jede(r) f\u00fcnfte Deutsche \u201eBenachteiligung\u201c und \u201eDiskriminierung\u201c verbindet \u2013 und dies, obwohl Diskriminierung von behinderten Menschen gesetzlich verboten ist.<\/p>\n<p>\u201eVor allem im Arbeitsleben und im Bereich Bildung werden behinderte Menschen benachteiligt. Ein Grund daf\u00fcr ist, dass Menschen mit und ohne Behinderung in getrennten Lebenswelten aufwachsen. Das f\u00fchrt zu Ber\u00fchrungs\u00e4ngsten und zu Vorbehalten in Schule und Arbeitswelt\u201c erl\u00e4uterte der Beauftragte der Bundesregierung f\u00fcr die Belange behinderter Menschen, Hubert H\u00fcppe. Dar\u00fcber hinaus h\u00e4tten Menschen mit chronischen Krankheiten oft nicht den gleichen Diskriminierungsschutz wie behinderte Menschen, obwohl sie sich h\u00e4ufig in einer \u00e4hnlichen Lage befinden, sagte L\u00fcders: \u201eAngesichts des demografischen Wandels ist das ein gro\u00dfes Problem. Bereits heute sind mehr als zehn Millionen Menschen in Deutschland chronisch krank. Diese Zahl wird deutlich steigen\u201c.<\/p>\n<p>L\u00fcders und H\u00fcppe forderten, strukturelle und b\u00fcrokratische Barrieren abzubauen, um Menschen mit Behinderungen den Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu erleichtern. \u201eImmer mehr Menschen mit Behinderung kommen gleich nach der Sonder- oder F\u00f6rderschule in Werkst\u00e4tten f\u00fcr behinderte Menschen. Dabei wollen viele behinderte Menschen keine Sonderwelten, sondern auf den allgemeinen Arbeitsmarkt\u201c, sagte L\u00fcders.<br \/>\n\u201eIm Bildungsbereich m\u00fcssen die L\u00e4nder ihre Anstrengungen zum Ausbau des gemeinsamen Unterrichts von behinderten und nichtbehinderten Kindern deutlich verst\u00e4rken und die Inklusion wirklich voranbringen, anstatt bestehende Sondersysteme zum Teil noch auszubauen\u201c, sagte H\u00fcppe. Nach Angaben der von der ADS in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage glauben zwar rund zwei Drittel der Befragten, dass Inklusion in Deutschland funktionieren wird, wenn die entsprechenden Mittel dazu vorhanden sind. Knapp 40 Prozent aller 18-29-J\u00e4hrigen glauben dies jedoch nicht. \u201eUns muss diese Zahl sehr nachdenklich machen. Ganz offensichtlich ist das die Konsequenz getrennter Lebenswelten\u201c, sagte L\u00fcders.<\/p>\n<p><strong>Prominente Botschafter, Good-Practice-Preis und Aktionswoche<\/strong><\/p>\n<p>Zahlreiche Prominente unterst\u00fctzen die ADS und den Beauftragen der Bundesregierung f\u00fcr die Belange behinderter Menschen beim Themenjahr \u201eSelbstbestimmt dabei. Immer.\u201c: Die Eiskunstl\u00e4uferin Katarina Witt, die TVtelevision-Journalistinnen Bettina Eistel und Nina Ruge, die Fotomodels Melek Civant\u00fcrk, Nina Wortmann und Mario Galla, die Schauspieler\/innen Erwin Aljukic, Bobby Brederlow, Irene Fischer und Dr. Peter Radtke sowie die Paralympics-Stars Anna Katharina Schaffelhuber, Manuela Schmermund und Jochen Wollmert.<\/p>\n<p>Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes berief dar\u00fcber hinaus den Berliner Universit\u00e4tsprofessor Ernst von Kardorff zum wissenschaftlichen Koordinator des Themenjahres. Kardorff wird auf einem hochrangig besetzten Fachkongress im Sommer mehrere umfassende, von der ADS in Auftrag gegebene Studien zu den Themen \u201eZugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt f\u00fcr Menschen mit Behinderungen\u201c, \u201eBenachteiligungen aufgrund chronischer Krankheiten\u201c und \u201ebarrierefreie Dienstleistungen\u201c vorstellen. Zu den weiteren Schwerpunkten des Themenjahres z\u00e4hlen eine Aktionswoche gegen Diskriminierung im September und die Verleihung eines Good-Practice-Preises f\u00fcr Unternehmen im November. L\u00fcders: \u201eWir wollen damit ein ganz klares Zeichen an Eltern, an Schulen sowie an \u00f6ffentliche und private Arbeitgeber aussenden, offener mit Vielfalt umzugehen. Es ist normal, verschieden zu sein!\u201c<\/p>\n<p>Quelle: Pressemitteilung des Beauftragten der Bundesregierung f\u00fcr die Belange behinderter Menschen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eSelbstbestimmt dabei. 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