{"id":2005,"date":"2024-12-13T10:47:28","date_gmt":"2024-12-13T08:47:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=2005"},"modified":"2024-12-12T10:48:14","modified_gmt":"2024-12-12T08:48:14","slug":"investieren-in-ein-starkes-hamburg-von-morgen-gesund-leben-in-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2024\/12\/investieren-in-ein-starkes-hamburg-von-morgen-gesund-leben-in-hamburg\/","title":{"rendered":"Investieren in ein starkes Hamburg von morgen: Gesund leben in Hamburg"},"content":{"rendered":"<p>Um die Gesundheit der Menschen in Hamburg zu f\u00f6rdern und den Zugang zu exzellenter medizinischer Versorgung abzusichern, setzen SPD und Gr\u00fcne im Haushalt 2025\/26 auf hohe Investitionen in die Krankenh\u00e4user sowie eine Erprobung von neuen Versorgungsformen. Mit einem gemeinsamen Haushaltsantrag geben die rot-gr\u00fcnen Regierungsfraktionen dar\u00fcber hinaus Impulse zur Verbesserung der medizinischen Versorgung insbesondere in sozial benachteiligten Stadtteilen: So sollen etwa die lokalen Gesundheitszentren (LGZ) f\u00fcr 2,4 Millionen Euro gef\u00f6rdert und ein Hebammenzentrum sowie das H\u00f6r-Screening f\u00fcr Neugeborene mit 550.000 Euro unterst\u00fctzt werden. Dar\u00fcber hinaus erh\u00e4lt das Koordinierende Zentrum f\u00fcr traumatisierte Gefl\u00fcchtete (centra) eine Unterst\u00fctzung \u00fcber 2,6 Millionen Euro (siehe Anlage). Zu den Haushaltsberatungen in der Hamburgischen B\u00fcrgerschaft am 16., 17. und 18. Dezember legt Rot-Gr\u00fcn insgesamt 16 Sammelantr\u00e4ge vor, die unter dem Titel \u201eInvestieren in ein starkes Hamburg von morgen\u201c \u00fcber 160 Einzelma\u00dfnahmen abdecken.<\/p>\n<p>Dazu Claudia Loss, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Hamburg: \u201eDas deutsche Gesundheitswesen steht vor dem Hintergrund des Fachkr\u00e4ftemangels sowie des demographischen Wandels an einem Wendepunkt. Wir werden neue Konzepte brauchen, um die anstehenden Herausforderungen bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Dazu z\u00e4hlen auch die Lokalen Gesundheitszentren, wie wir sie beispielsweise mit der Poliklinik auf der Veddel oder in M\u00fcmmelmannsberg f\u00f6rdern. Diese haben sich gerade in sozial benachteiligten Stadtteilen f\u00fcr Hamburg bew\u00e4hrt. Mit unserem Haushaltsantrag erh\u00f6hen wir jetzt die j\u00e4hrliche F\u00f6rderung und hoffen zugleich, dass sich der Bund an einer finanziellen Absicherung beteiligt. Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen nehmen wir mit gezielten Ma\u00dfnahmen etwa bei der F\u00f6rderung f\u00fcr ein Hebammenzentrum in Harburg aber auch mit der F\u00f6rderung von Schulgesundheitsfachkr\u00e4ften an Hamburger Schulen in den Blick. Damit f\u00fcr Gefl\u00fcchtete ein Neustart in Deutschland gelingen kann, brauchen wir Angebote, die Unterst\u00fctzung bei den teils schweren Auswirkungen von Krieg und Terror auf die psychische Gesundheit bieten. Das Projekt centra leistet hier wichtige Arbeit, die wir auch im neuen Doppelhaushalt finanzieren wollen.\u201c <\/p>\n<p>Dazu Linus G\u00f6rg, Sprecher f\u00fcr Pflege, Inklusion und Gesundheitsf\u00f6rderung der Gr\u00fcnen Fraktion Hamburg: \u201eHamburg bietet bereits jetzt eine gute Gesundheitsversorgung \u2013 sowohl ambulant als auch station\u00e4r. Doch wir stehen vor gro\u00dfen Herausforderungen: von der sozialr\u00e4umlichen Verteilung der Angebote \u00fcber den demographischen Wandel bis hin zum Fachkr\u00e4ftemangel. Mit unserem Haushaltsantrag setzen wir ein klares Zeichen f\u00fcr Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung. Wir st\u00e4rken niedrigschwellige Angebote wie Schulgesundheitsfachkr\u00e4fte und lokale Gesundheitszentren, die in den Lebenswelten der Hamburger*innen wirken. Gleichzeitig investieren wir in den Hamburger Hitzeaktionsplan und f\u00f6rdern quartiersnahe Wohn- und Versorgungsformen mit 755.000 Euro j\u00e4hrlich, damit \u00e4ltere Menschen ihr vertrautes Umfeld nicht verlassen m\u00fcssen. So und mit vielen weiteren Ma\u00dfnahmen sichern wir nicht nur die Gesundheitsversorgung von heute, sondern gestalten sie zukunftsf\u00e4hig f\u00fcr alle Hamburger*innen.\u201c<\/p>\n<p>Ausgew\u00e4hlte Schwerpunkte des rot-gr\u00fcnen Antragspaketes zum Hamburger Doppelhaushalt 2025\/26<\/p>\n<p>St\u00e4rkung der Lokalen Gesundheitszentren<\/p>\n<p>Lokale Gesundheitszentren sind ein bundesweites Vorzeigemodell f\u00fcr die \u00c4nderung der gesundheitlichen Versorgung in sozial benachteiligten Stadtteilen. Sowohl das Community-Health-Nurse-Angebot als auch die Sozialberatung zeigen sich in ihrer Koordinierungsfunktion in diesen Stadtteilen als wirksam. Versorgungspfade zwischen Hausarztpraxis, Fach\u00e4rzten, Bezirk, Schule und anderen Einrichtungen vor Ort etablieren sich zunehmend. Als problematisch hat sich die geringe personelle Ausstattung erwiesen, so dass F\u00e4lle sehr stark priorisiert werden m\u00fcssen. Aufgrund eines geringen Verdienstes sowie der geltenden Befristungen kommt es zudem h\u00e4ufig zu Personalwechseln. Vor diesem Hintergrund soll die F\u00f6rderung der LGZ von bisher 125.000 Euro je LGZ um 60 Prozent auf 200.000 Euro pro Jahr erh\u00f6ht werden. Damit sollen die bestehenden LGZ finanziell abgesichert werden, bis eine Regelfinanzierung \u00fcber das SGB V im Wege des Bundesrechts greifen kann. Insgesamt stehen damit f\u00fcr alle sechs LGZs pro Haushaltsjahr 1,2 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit<\/p>\n<p>Eine gute Stillf\u00f6rderung kann dazu beitragen, Adipositas bei Kindern zu verhindern oder die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung zu reduzieren. Mit einer eigenen Stillf\u00f6rderungsstrategie sollen vor allem Frauen ohne Hebammenversorgung ein niedrigschwelliges Angebot f\u00fcr eine kostenfreie, qualifizierte Stillberatung an verschiedenen Standorten in der Stadt erhalten. Mit einem zentralen Angebot an einer Hamburger Geburtsklinik und einem erg\u00e4nzenden dezentralen Angebot in M\u00fctterberatungsstellen k\u00f6nnen die Anbieter gezielt auf lokale Besonderheiten in der Hebammenversorgung eingehen und das Angebot mit Einzelfallberatungen oder Stillgruppen vor und nach der Geburt entsprechend anpassen. F\u00fcr die neu eingerichtete Trackingzentrale zum H\u00f6rscreening f\u00fcr Neugeborene in Hamburg-Nord in der Beratungsstelle Sehen\/H\u00f6ren\/Bewegen\/Sprechen sind verschiedene Informationsmaterialien und Einwilligungserkl\u00e4rungen notwendig, um Eltern \u00fcber die Bedeutung des Screenings zu informieren und zu einer Teilnahme zu ermutigen. Das Hebammenzentrum in Harburg ben\u00f6tigt eine Anschubfinanzierung f\u00fcr die Jahre 2025\/2026, um den Betrieb zu gew\u00e4hrleisten. Daf\u00fcr stehen insgesamt rund 550.000 Euro zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Verstetigung der Schulgesundheitsfachkr\u00e4fte<\/p>\n<p>Die St\u00e4rkung von Gesundheitskompetenzen bei Sch\u00fcler:innen werden immer wichtiger. Deshalb f\u00f6rdern die f\u00fcr Bildung zust\u00e4ndige Schulbeh\u00f6rde (BSB) und die f\u00fcr Soziales zust\u00e4ndige Sozialbeh\u00f6rde (SB) zusammen mit dem Verband der Ersatzkassen e. V. seit dem Schuljahr 2020\/2021 Schulgesundheitsfachkr\u00e4fte an Hamburger Grundschulen mit Sozialindex 1 und 2. Das Projekt \u201eGesund aufwachsen in Hamburg \u2013 Schulgesundheitsfachkr\u00e4fte an Hamburger Grundschulen\u201c begann am 1. September 2020 und l\u00e4uft bis zum 30. April 2025. Ziel ist es, insbesondere Kinder und ihre Familien in schwierigen sozialen Lebenslagen bei der Entwicklung gesundheitsf\u00f6rderlicher Lebensweisen zu unterst\u00fctzen und gesundheitsbezogen zu begleiten. Die Koordination der Fachkr\u00e4fte erfolgt in der Pilotphase durch eine Stelle am \u00d6ffentlichen Gesundheitsdienst (\u00d6GD) im Bezirksamt Hamburg-Nord. Die Schulgesundheitsfachkr\u00e4fte sind bei der f\u00fcr Bildung zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde angestellt. Das Projekt wurde bisher vom Verband der Ersatzkassen (vdek) und den oben genannten Beh\u00f6rden getragen. Die Regierungsfraktionen steuern noch einmal jeweils 100.000 Euro pro Jahr bei, um wegfallende Kassenmittel zu kompensieren.<\/p>\n<p>Centra &#8211; Koordinierendes Zentrum f\u00fcr traumatisierte Gefl\u00fcchtete <\/p>\n<p>Ziel des Projektes Koordinierendes Zentrum f\u00fcr traumatisierte Gefl\u00fcchtete (centra), das 2016 auf Grundlage eines Beschlusses der Hamburgischen B\u00fcrgerschaft geschaffen wurde, ist es, der in Folge von Folter und traumatisierenden Gewalterfahrungen gesundheitlich zum Teil schwer beeintr\u00e4chtigten Zielgruppe durch einen niedrigschwelligen Zugang medizinische und psychologische Hilfe zukommen zulassen. F\u00fcr die Arbeit des Zentrums sollen 2025 und 2026 insgesamt 2,6 Millionen Euro bereit gestellt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um die Gesundheit der Menschen in Hamburg zu f\u00f6rdern und den Zugang zu exzellenter medizinischer Versorgung abzusichern, setzen SPD und Gr\u00fcne im Haushalt 2025\/26 auf hohe Investitionen in die Krankenh\u00e4user sowie eine Erprobung von neuen Versorgungsformen. 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