{"id":1768,"date":"2024-05-30T15:21:01","date_gmt":"2024-05-30T13:21:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=1768"},"modified":"2024-05-30T15:21:01","modified_gmt":"2024-05-30T13:21:01","slug":"wandsbeker-weg-der-erinnerung-an-widerstand-und-verfolgung-im-nationalsozialismus-feierliche-einweihung-der-stele-johannes-prassek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2024\/05\/wandsbeker-weg-der-erinnerung-an-widerstand-und-verfolgung-im-nationalsozialismus-feierliche-einweihung-der-stele-johannes-prassek\/","title":{"rendered":"Wandsbeker Weg der Erinnerung an Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus Feierliche Einweihung der Stele Johannes Prassek"},"content":{"rendered":"<p>Die Pfarrei Seliger Johannes Prassek und die Bezirksversammlung Wandsbek haben am Montag, den 27. Mai 2024 am Aufgang zur katholischen Kirche Heilig Kreuz, Farmsener Landstra\u00dfe 181, 22359 Hamburg feierlich die Stele des Wandsbeker Weges der Erinnerung f\u00fcr Johannes Prassek eingeweiht. <\/p>\n<p>Der \u201eWandsbeker Weg der Erinnerung an Widerstand und Verfolgung im Nationalsozialismus\u201c f\u00fchrt durch den gesamten Bezirk und wurde von der Bezirksversammlung Wandsbek initiiert. Stelen an verschiedenen Orten des Bezirks widmen sich beispielhaft einzelnen Verfolgten oder K\u00e4mpferinnen und K\u00e4mpfern des Widerstands im Nationalsozialismus mit Bezug zum Bezirk Wandsbek. <\/p>\n<p>\u00dcber QR-Codes auf den Stelen k\u00f6nnen vertiefende Informationen \u00fcber die Personen auf der Homepage des Bezirksamtes Wandsbek abgerufen werden. Weitere Informationen \u00fcber Johannes Prassek sind zu finden unter https:\/\/www.hamburg.de\/wandsbek\/stelen\/17319816\/stele-johannes-prassek\/. <\/p>\n<p>Hintergrund:<br \/>\nJohannes Prassek wurde 1911 in Hamburg geboren. Sein Abitur bestand er am Hamburger Johanneum. Danach studierte er katholische Theologie. 1937 wurde Johannes Prassek in Osnabr\u00fcck zum Priester geweiht. Seine Primiz, die erste selbst gehaltene Messe, feierte er in der Christus-K\u00f6nig-Kirche in Osnabr\u00fcck-Haste. Es folgte seine Heimatprimiz in der Kirche Heilig Kreuz in Volksdorf. <\/p>\n<p>1939 trat Johannes Prassek seinen Dienst in der L\u00fcbecker Propsteikirche Herz Jesu an. Dort stand er unter anderem polnischen Zwangsarbeitern bei, was von der NS-Regierung streng untersagt war. Er leitete theologische Gespr\u00e4chskreise und betonte dort offen die un\u00fcberbr\u00fcckbaren Gegens\u00e4tze zwischen katholischem Glauben und nationalsozialistischer Ideologie.<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Rolle spielten dabei die Predigten des M\u00fcnsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen, der sich schon fr\u00fch gegen die menschenfeindlichen Ansichten der Nationalsozialisten gewandt hatte. <\/p>\n<p>Zusammen mit den Geistlichen seiner Gemeinde Hermann Lange und Eduard M\u00fcller sowie dem evangelischen Pastor Karl Friedrich Stellbrink engagierte er sich gegen das NS-Regime: \u201eWir Priester m\u00fcssen wenigstens den Mut haben, die Wahrheit zu sagen.\u201c Die Geistlichen wurden denunziert. Sie wurden Ende Mai 1942 verhaftet, vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am 10. November 1943 im Hamburger Untersuchungsgef\u00e4ngnis Holstenglacis hingerichtet. <\/p>\n<p>2014 wurde aus den katholischen Gemeinden und den dazugeh\u00f6rigen Orten kirchlichen Lebens im Bezirk Wandsbek die neue Pfarrei \u201eSeliger Johannes Prassek\u201c gebildet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Pfarrei Seliger Johannes Prassek und die Bezirksversammlung Wandsbek haben am Montag, den 27. Mai 2024 am Aufgang zur katholischen Kirche Heilig Kreuz, Farmsener Landstra\u00dfe 181, 22359 Hamburg feierlich die Stele des Wandsbeker Weges der Erinnerung f\u00fcr Johannes Prassek eingeweiht. 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