{"id":1625,"date":"2024-02-09T16:20:07","date_gmt":"2024-02-09T14:20:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=1625"},"modified":"2024-02-08T16:21:37","modified_gmt":"2024-02-08T14:21:37","slug":"kommunale-waermeplanung-senat-legt-ersten-zwischenstand-mit-waermenetzeignungskarte-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2024\/02\/kommunale-waermeplanung-senat-legt-ersten-zwischenstand-mit-waermenetzeignungskarte-vor\/","title":{"rendered":"Kommunale W\u00e4rmeplanung: Senat legt ersten Zwischenstand mit W\u00e4rmenetzeignungskarte vor"},"content":{"rendered":"<p>Das Gesetz f\u00fcr die W\u00e4rmeplanung und zur Dekarbonisierung der W\u00e4rmenetze wurde Ende 2023 beschlossen und ist zum 1.1.2024 in Kraft getreten. Damit wird Hamburg verpflichtet, bis sp\u00e4testens Mitte 2026 eine W\u00e4rmeplanung vorzulegen. W\u00e4rmenetze sollen bis 2040 zu 80 Prozent mit W\u00e4rme aus Erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abw\u00e4rme gespeist werden. Einen ersten Zwischenschritt zur W\u00e4rmeplanung stellt die nun ver\u00f6ffentlichte W\u00e4rmenetzeignungskarte dar. Damit kommt Hamburg bereits einer ersten Verpflichtung des Gesetzes nach.<\/p>\n<p>Bis 2045 soll Hamburg CO2-neutral sein. Ein wichtiger Baustein, um dieses Ziel zu erreichen, ist die Dekarbonisierung der Geb\u00e4udew\u00e4rmeversorgung. Um aufzuzeigen, wie Heizen in Hamburg CO2-neutral gelingen kann, soll die kommunale W\u00e4rmeplanung wichtige Antworten zur Umstellung der W\u00e4rmeversorgung liefern. Damit erhalten alle Geb\u00e4udeeigent\u00fcmer:innen Handlungsoptionen an die Hand, um die f\u00fcr sie am besten geeignete W\u00e4rmeversorgung zu identifizieren. Es handelt sich dabei um eine fachplanerische Orientierung, die die M\u00f6glichkeiten zum Ausbau von W\u00e4rmenetzen, der Nutzung von W\u00e4rme aus erneuerbaren Energien und\/oder unvermeidbarer Abw\u00e4rme oder auch zur W\u00e4rmeeinsparung aufzeigen soll. Mit Blick auf das Zieljahr 2045 soll sie zudem ein Szenario aufzeigen, wie die Umgestaltung der W\u00e4rmeerzeugung aussehen kann. Aus der W\u00e4rmeplanung erwachsen allerdings keine direkten rechtlichen Pflichten oder Anspr\u00fcche.<\/p>\n<p>\u00dcber die Hintergr\u00fcnde sowie den Stand der Hamburger W\u00e4rmeplanung informiert die Website Kommunale W\u00e4rmeplanung &#8211; hamburg.de. Dort ist ein erster Zwischenstand der W\u00e4rmeplanung einsehbar: eine Karte mit Darlegung unterschiedlicher W\u00e4rmenetzeignungsgebiete. Diese Karte gibt erste Ausk\u00fcnfte \u00fcber Gebiete, die sich im Vergleich zu geb\u00e4udenahen W\u00e4rmeversorgungsoptionen wie W\u00e4rmepumpe oder Pelletkessel f\u00fcr eine Versorgung \u00fcber W\u00e4rmenetze eignen. Dicht bebaute Gebiete mit hoher W\u00e4rmebedarfsdichte sind dabei grunds\u00e4tzlich eher f\u00fcr die Versorgung \u00fcber ein W\u00e4rmenetz geeignet als d\u00fcnn besiedelte Gebiete mit vornehmlich Reihen- und Einfamilienh\u00e4usern, in denen dezentrale L\u00f6sungen geeigneter sind. Die W\u00e4rmenetzeignungskarte sagt nicht aus, ob ein Geb\u00e4ude tats\u00e4chlich einen W\u00e4rmenetzanschluss bekommt. Sie zeigt lediglich auf, wo W\u00e4rmenetze entstehen k\u00f6nnten und wo wahrscheinlich nicht. <\/p>\n<p>Bereits jetzt hat die Beh\u00f6rde f\u00fcr Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft eine Hotline rund um Fragen zur W\u00e4rmeplanung unter der Nummer 040 24832 255 freigeschaltet.<\/p>\n<p>Jens Kerstan, Senator f\u00fcr Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: \u201eWir gehen in Hamburg mit der Umsetzung der W\u00e4rmeplanung z\u00fcgig voran und legen bereits jetzt mit der W\u00e4rmenetzeignungskarte einen wichtigen Zwischenschritt vor. Damit geben wir eine erste Orientierung zu den Optionen der W\u00e4rmeversorgung in unserer Stadt. Die Karte zeigt auf, wo es bereits Fernw\u00e4rmenetze gibt, wo ein Ausbau bzw. Neubau m\u00f6glich erscheint und wo aus wirtschaftlicher Sicht nicht. Ich m\u00f6chte betonen, dass diese Karte weiterentwickelt und mit konkreten Informationen zur Ausbauplanung der verschiedenen W\u00e4rmenetzbetreiber angereichert wird. Die Fernw\u00e4rme ist dabei eine von vielen M\u00f6glichkeiten der W\u00e4rmeversorgung. Neben einer W\u00e4rmepumpe k\u00f6nnen u. a. Hybridl\u00f6sungen zum Beispiel mit Solarthermie oder auch Pelletkessel geeignete Optionen sein. Wir werden kontinuierlich weiter an der W\u00e4rmeplanung arbeiten und im Laufe des Jahres nach und nach Zwischenergebnisse pr\u00e4sentieren. <\/p>\n<p>Der Prozess wird unter Beteiligung der \u00d6ffentlichkeit stattfinden. Aber auch die Netzbetreiber, insbesondere die W\u00e4rmenetzbetreiber in der Stadt sowie die Wohnungswirtschaft werden eine entscheidende Rolle bei der W\u00e4rmeplanung spielen. Wir brauchen eine gute und offene Abstimmung und sind dankbar f\u00fcr die bereits teilweise begonnene konstruktive Zusammenarbeit. Unser Ziel ist es, dass Hamburg bis 2045 CO2-neutral aufgestellt ist. Dabei ist es dringend n\u00f6tig, beim Umbau der Heizungsinfrastruktur die Geb\u00e4ude weitestgehend auf W\u00e4rmenetze, W\u00e4rmepumpen oder andere dezentrale Optionen umzustellen. Wir nehmen m\u00f6gliche Sorgen der Menschen sehr ernst und bieten aus diesem Grund umfangreiche Informationen zu diesem Themenbereich an und werden das Beratungsangebot in Hamburg dazu verst\u00e4rken.\u201c<\/p>\n<p>In den n\u00e4chsten Schritten zur Umsetzung der kommunalen W\u00e4rmeplanung werden die W\u00e4rmenetzeignungsgebiete unter anderem mit den in Hamburg t\u00e4tigen W\u00e4rmenetzbetreibern abgestimmt. Dabei soll herausgearbeitet werden, welche Ausbauplanungen und konkrete zeitliche Ausbaukorridore f\u00fcr diese Eignungsgebiete vorgelegt werden k\u00f6nnen. Potenzialanalysen, d.h. systematische Analysen der in der Stadt vorhandenen Potenziale zur Erzeugung und Nutzung von W\u00e4rme aus erneuerbaren Energien und von unvermeidbarer Abw\u00e4rme werden derzeit erstellt. Sie werden zeitnah ver\u00f6ffentlicht und mit den bisherigen Ergebnissen zusammengef\u00fchrt. <\/p>\n<p>Die W\u00e4rmenetzeignungskarte kann Geb\u00e4udeeigent\u00fcmer:innen schon jetzt bei einem absehbaren Heizungstausch hilfreiche Hinweise geben, ob eine Versorgung \u00fcber ein W\u00e4rmenetz k\u00fcnftig in Betracht kommen k\u00f6nnte. Liegt das Geb\u00e4ude zum Beispiel in einem W\u00e4rmenetzgebiet oder in der N\u00e4he eines Netzes, kann beim Betreiber bzw. der Betreiberin angefragt werden, ob ein Anschluss im jeweiligen W\u00e4rmenetzpotenzialgebiet m\u00f6glich ist. Im Hamburger W\u00e4rmekataster sind die zugeh\u00f6rigen Kontaktadressen zu finden. Steht das Haus in einem Gebiet, das sich wenig oder nicht f\u00fcr ein W\u00e4rmenetz eignet, sind nach jetzigem Kenntnisstand geb\u00e4udenahe L\u00f6sungen wirtschaftlicher wie z. B. eine W\u00e4rmepumpe, die mittlerweile auch im Geb\u00e4udebestand eine ausgereifte Technikoption ist und seit dem 1.1.2024 attraktive F\u00f6rderung von Bund und Land bekommt. Die Hamburger Energielotsen beraten Sie kostenlos unter der Hotline: 040 24832 250. <\/p>\n<p>N\u00e4here Informationen finden Sie auch unter: Neue Heizung: HamburgerInnen haben die Wahl und Jedes Haus kann Klimaschutz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gesetz f\u00fcr die W\u00e4rmeplanung und zur Dekarbonisierung der W\u00e4rmenetze wurde Ende 2023 beschlossen und ist zum 1.1.2024 in Kraft getreten. Damit wird Hamburg verpflichtet, bis sp\u00e4testens Mitte 2026 eine W\u00e4rmeplanung vorzulegen. W\u00e4rmenetze sollen bis 2040 zu 80 Prozent mit W\u00e4rme aus Erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abw\u00e4rme gespeist werden. 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