{"id":1561,"date":"2024-01-10T14:58:30","date_gmt":"2024-01-10T12:58:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=1561"},"modified":"2024-01-09T15:03:05","modified_gmt":"2024-01-09T13:03:05","slug":"deutscher-alpenverein-erhaelt-werner-otto-preis-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2024\/01\/deutscher-alpenverein-erhaelt-werner-otto-preis-2024\/","title":{"rendered":"Deutscher Alpenverein erh\u00e4lt Werner-Otto-Preis 2024"},"content":{"rendered":"<p>Die Sektion Hamburg-Niederelbe des Deutschen Alpenvereins ist Gewinner des diesj\u00e4hrigen von der Alexander-Otto-Sportstiftung ausgelobten Werner-Otto-Preises im Hamburger Behindertensport. Ausgezeichnet wurde der Verein am Dienstagnachmittag im Hamburger Rathaus f\u00fcr sein inklusives Kletterangebot. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Senatsempfangs im Beisein von Sportsenator Andy Grote sowie rund 150 G\u00e4sten statt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 15.000 Euro verbunden. Anerkennungen verbunden mit Preisgeldern von jeweils 5.000 Euro erhielten der Eimsb\u00fctteler TV f\u00fcr sein Judoangebot, der Verein Tanz der Kulturen f\u00fcr sein niedrigschwelliges Tanzangebot und die TTG Hamburg-Nord im TSV DUWO 08 f\u00fcr sein Tischtennisangebot f\u00fcr an Parkinson erkrankte Menschen. Die Auswahl erfolgte durch eine Jury, der u. a. die Paralympic-Siegerinnen Edina M\u00fcller und Dorothee Vieth angeh\u00f6rten. <\/p>\n<p>Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Alexander-Otto-Sportstiftung: \u201eEs ist gro\u00dfartig, dass von Jahr zu Jahr so viele neue Projekte im Hamburger Inklusionssport entstehen. Die eingereichten Projekte zeichnen sich zudem durch eine hohe Qualit\u00e4t aus. Ich danke allen Engagierten f\u00fcr ihre Arbeit, mit der sie zur Teilhabe behinderter Menschen im Sport beitragen und begl\u00fcckw\u00fcnsche den Deutschen Alpenverein zu diesem innovativen Angebot.\u201c<\/p>\n<p>Andy Grote, Sportsenator der Freien und Hansestadt Hamburg: \u201eBei Inklusion durch Sport geht es in Hamburg hoch hinaus. Das Kletterangebot des Deutschen Alpenvereins ist ein hervorragendes Beispiel daf\u00fcr, wie sich Menschen mit und ohne Handicap gegenseitig hochziehen und damit motivieren, sportlich aktiv zu sein. Mit dem Werner-Otto-Preis holen wir auch in diesem Jahr bewusst diejenigen auf die B\u00fchne, die Gemeinschaft durch Sport erlebbar machen und die allen Menschen einen leichten Zugang zu Sport und Bewegung erm\u00f6glichen. Mein pers\u00f6nlicher Dank gilt vor allem Alexander Otto, der uns mit seinem gro\u00dfz\u00fcgigen Engagement schon seit Jahren dabei unterst\u00fctzt, alle Menschen in Hamburg mit Sport- und Bewegungsangeboten zu erreichen.\u201c<\/p>\n<p>Gewinner: Deutscher Alpenverein Sektion Hamburg-Niederelbe (15.000 Euro Preisgeld)<br \/>\n2018 hat die Sektion Hamburg und Niederelbe im Deutschen Alpenverein ein Kletterangebot initiiert, das beispielgebend daf\u00fcr ist, wie man im Sport nicht nur Barrieren \u00fcberwindet, sondern auch Menschen mit Einschr\u00e4nkungen in die Lage versetzt, Berge zu versetzen. Dank der Arbeit von 13 Trainerinnen und Trainern, die speziell f\u00fcr die Betreuung von Menschen mit Behinderungen ausgebildet sind, wurden zwei inklusive Klettergruppen ins Leben gerufen. \u00dcber diese Gruppen werden w\u00f6chentliche Aktivit\u00e4ten im vereinseigenen Kletterzentrum in Hamburg-Eimsb\u00fcttel angeboten, u. a. f\u00fcr Rollstuhlfahrer, Menschen mit geistiger Behinderung oder Multiple Sklerose und Kinder mit angeborenen Muskelschw\u00e4chen. Damit alle Sportlerinnen und Sportler unabh\u00e4ngig ihrer individuellen F\u00e4higkeiten beim Klettern bestm\u00f6glich gesichert sind, wurden f\u00fcr dieses Projekt ma\u00dfgeschneiderte Klettergriffe installiert und Ganzk\u00f6rpergurte angeschafft. Durch das Klettern werden die motorischen F\u00e4higkeiten der Sportlerinnen und Sportler stetig gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Anerkennung: Eimsb\u00fctteler TV (5.000 Euro Preisgeld)<br \/>\nDie Judoabteilung des ETV ist mit ca. 600 Mitgliedern die gr\u00f6\u00dfte in Hamburg. Das Judoangebot richtet sich auch an Menschen mit geistiger Behinderung. \u00dcber das reine Judotraining hinaus \u00fcbernehmen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Verantwortung bei der Leitung von Aufw\u00e4rm\u00fcbungen und der Vermittlung von Judotechniken. Durch den Austausch mit erfahrenen Trainerinnen und Trainern machen die Aktiven damit nicht nur kontinuierlich Fortschritte im Judosport, sondern werden auch zu Assistenztrainerinnen und -trainern mit dem Ziel bef\u00e4higt, das Training eigenst\u00e4ndig zu leiten. Diese Weiterentwicklung vom Judoka zur Assistenztrainerin oder zum Assistenztrainer ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe, die Zeit ben\u00f6tigt. Der ETV stellt sich dieser Aufgabe mit Erfolg. Langfristig sollen die Assistenztrainerinnen und -trainer mit geistiger Behinderung in die Regelgruppen integriert werden. Nach kurzer Zeit konnte bereits ein Sportler die Position des Assistenztrainers in einer Judo-Inklusionsgruppe f\u00fcr 6 bis 13-J\u00e4hrige \u00fcbernehmen. Durch die \u00dcbernahme von Verantwortung gewinnen sie an Selbstwertgef\u00fchl und inspirieren andere Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung ebenfalls eine Trainerposition anzustreben.<\/p>\n<p>Anerkennung: Tanz der Kulturen e. V. (5.000 Euro Preisgeld)<br \/>\nDer Verein Tanz der Kulturen wurde 2018 gegr\u00fcndet und ist ein Zusammenschluss von K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstlern sowie P\u00e4dagoginnen und P\u00e4dagogen. Ihr Quertanz-Angebot richtet sich als inklusives Bewegungsangebot an Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, darunter teilweise mit erheblichen Bewegungseinschr\u00e4nkungen, und findet seit 2019 in Altona statt. Unter der professionellen Leitung erfahrener Tanzp\u00e4dagoginnen und -p\u00e4dagogen wird w\u00f6chentlich im Jugendkunsthaus \u201eEsche\u201c getanzt. Das Tanztraining ist altersspezifisch gestaltet und auf die individuellen Bed\u00fcrfnisse ausgerichtet. Es st\u00e4rkt das Selbstbewusstsein und soll Menschen dabei ermutigen, ein m\u00f6glichst selbstbestimmtes Leben zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Anerkennung: TTG Hamburg-Nord im TSV DUWO 08 (5.000 Euro Preisgeld)<br \/>\nDie TTG Hamburg-Nord ist eine aus den Abteilungen der TSV DUWO 08, des Lemsahler SV und SV Bergstedt bestehende Tischtennis-Spielgemeinschaft und bietet seit 2019 Tischtennis f\u00fcr an Parkinson erkrankte Menschen an. Zweimal w\u00f6chentlich werden f\u00fcr \u00fcber 40 Sportlerinnen und Sportler Trainings angeboten, bei denen auch nicht erkrankte Vereinsmitglieder teilnehmen. Dadurch ist das Training inklusiv und integrativ. Der Mix aus Koordination und Konzentration tr\u00e4gt dazu bei, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Das Training der Motorik verbessert die Lebensqualit\u00e4t im Alltag und beugt St\u00fcrzen vor. Die Sportlerinnen und Sportler nehmen an Wettk\u00e4mpfen wie den PingPongParkinson German Open oder den Parkinson-Weltmeisterschaften teil. Mit dem Aufbau einer Para-Tischtennis-Gruppe f\u00fcr junge Menschen und durch die geplante Aus- und Fortbildung von \u00dcbungsleitenden soll die Qualit\u00e4t des Angebots weiter optimiert werden.<\/p>\n<p>Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Werner-Otto-Preis wird seit 2011 durch die Alexander-Otto-Sportstiftung vergeben. Preisw\u00fcrdig sind Projekte im Behindertensport in Hamburg und der Metropolregion, die zur Inklusion und F\u00f6rderung von Menschen mit Behinderung im Sport beitragen. Das Preisgeld hat Michael Stich gespendet, das er j\u00fcngst f\u00fcr seine Auszeichnung mit der Goldenen Sportpyramide durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe erhalten hat. Letztes Jahr wurde der RC Favorite Hammonia f\u00fcr sein inklusives Ruderangebot ausgezeichnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sektion Hamburg-Niederelbe des Deutschen Alpenvereins ist Gewinner des diesj\u00e4hrigen von der Alexander-Otto-Sportstiftung ausgelobten Werner-Otto-Preises im Hamburger Behindertensport. Ausgezeichnet wurde der Verein am Dienstagnachmittag im Hamburger Rathaus f\u00fcr sein inklusives Kletterangebot. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Senatsempfangs im Beisein von Sportsenator Andy Grote sowie rund 150 G\u00e4sten statt. 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