{"id":1413,"date":"2023-10-10T11:38:40","date_gmt":"2023-10-10T09:38:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=1413"},"modified":"2023-10-10T11:38:40","modified_gmt":"2023-10-10T09:38:40","slug":"schule-berne-schluesseluebergabe-an-fux-eg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2023\/10\/schule-berne-schluesseluebergabe-an-fux-eg\/","title":{"rendered":"Schule Berne: Schl\u00fcssel\u00fcbergabe an fux eG"},"content":{"rendered":"<p>Nach einem intensiven Entwicklungsprozess erfolgte heute die Schl\u00fcssel\u00fcbergabe und damit der Besitz\u00fcbergang der ehemaligen Schule Berne an der Lienaustra\u00dfe. Damit werden die n\u00e4chsten Schritte hin zu einem neuen Stadtteilzentrum f\u00fcr Sport, Nachbarschaft, Kultur und Bildung in Berne m\u00f6glich. Die fux eG bewirtschaftet die ehemalige Schule im Rahmen eines Erbbaurechts. Der Erbbaurechtsvertag zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg wurde bereits Ende Mai unterzeichnet. Die ehemalige Schule soll nun f\u00fcr rund 10 Mio. Euro denkmalgerecht saniert werden. Alle k\u00fcnftigen Nutzerinnen und Nutzer werden Teil der Genossenschaft fux eG. Heute wurden die ersten Genossenschaftsurkunden vor Ort \u00fcbergeben. <\/p>\n<p>Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: \u201eWir feiern heute einen echten Meilenstein f\u00fcr das Projekt \u201aSchule Berne\u2018. Hier haben sich viele Beteiligte gewinnbringend eingebracht: Die Mitglieder des lokalen Verein KuBiZ e. V., der Entwicklungsbeirat, die steg Hamburg und viele Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils. Gemeinsam haben alle Beteiligten erfolgreich das Konzept f\u00fcr die Zusammenf\u00fchrung der diversen Nutzungsideen aus solidarischer Nachbarschaft, Kultur, Bildung und Sport entwickelt und somit zur Neugestaltung des neuen Quartiers in Berne beigetragen. Diese wichtigen Bausteine sozialer Infrastruktur bieten auch eine sehr gute Grundlage f\u00fcr die geplante Wohnungsbauentwicklung an der Lienaustra\u00dfe.\u201c<\/p>\n<p>Dr. Carsten Brosda, Senator f\u00fcr Kultur und Medien: \u201eDas Projekt \u201aSchule Berne\u2018 ist ein hervorragendes Beispiel daf\u00fcr, wie eine denkmalgerechte Umnutzung eines gesch\u00fctzten Geb\u00e4udes unsere Stadt bereichern kann. Es erh\u00e4lt nicht nur lokale Strukturen, sondern \u00f6ffnet auch neue R\u00e4ume f\u00fcr die Stadtgesellschaft in denkmalgesch\u00fctzten Mauern. Das Nutzungskonzept verbindet hier Stadtteilentwicklung auf kluge Weise mit dem Denkmalschutz. Gerade das geplante Stadtteilzentrum f\u00fcr Kultur, Sport, Nachbarschaft, und Bildung ist ein wichtiger Baustein f\u00fcr das zuk\u00fcnftige kulturelle und soziale Zusammenleben im Bezirk. Die fux eG ist f\u00fcr die genossenschaftlich organisierte Nutzung ein idealer und erfahrener Partner.\u201c<\/p>\n<p>Bezirksamtsleiter Thomas Ritzenhoff: \u201eIch freue mich, dass nun die \u00dcbergabe der ehemaligen Schule Berne erfolgt ist und zeitnah der Sanierungsprozess eingel\u00e4utet werden kann. Durch die vielf\u00e4ltigen Nutzungsm\u00f6glichkeiten des Stadtteilzentrums wird ein gro\u00dfer Teil des sich aus der geplanten Wohnungsbauentwicklung ergebenden Bedarfs an Sport-, sozialen und kulturellen Angeboten gedeckt werden k\u00f6nnen. Dies bedeutet auch eine deutliche Steigerung der Lebensqualit\u00e4t vor Ort, von der neben den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers der gesamte Stadtteil Farmsen-Berne profitieren wird. Die zuk\u00fcnftigen Nutzerinnen und Nutzer des Stadtteilzentrums hei\u00dfe ich im Stadtteil herzlich willkommen und hoffe auf eine gute Nachbarschaft!\u201c<\/p>\n<p>Sacha Essayie und Ren\u00e9e Tribble von der fux eG: \u201eEs ist wichtig, dass im Gesamtvorhaben des neuen Quartiers das denkmalgesch\u00fctzte Schulgeb\u00e4ude durch die fux eG spekulationsbefreit entwickelt werden kann. Auch in Farmsen Berne realisiert die fux eG nun sozial vertr\u00e4gliche Mieten als eine Grundvoraussetzung f\u00fcr aktive Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben.\u201c<\/p>\n<p>Anne Dingkuhn und Hilke Mellin vom KuBiZ e. V.: \u201e2017 hat sich der lokale Verein KuBiZ e. V. gegr\u00fcndet und sich f\u00fcr den Erhalt des bedeutsamen Geb\u00e4udes sowie eine stadtteilbezogene Umnutzung der ehemaligen Schule eingesetzt. Das Genossenschaftsprojekt Schule Berne kn\u00fcpft mehr als 100 Jahre nach der Gr\u00fcndung der Gartenstadt eG an die Pionierleistung und Idee der damaligen Genossenschaftsgr\u00fcnder:innen an und entwickelt diese weiter, ebenso wie die von Fritz Schumacher dazu entworfene Schule als damaligen Lernort im Gr\u00fcnen und Zentrum der Nachbarschaft. Dass dieser Erfolg jetzt m\u00f6glich wurde, liegt auch an der gro\u00dfen Ausdauer und dem Mut der engagierten Nachbar:innen, die sich nach der Schulschlie\u00dfung 2016 in dem Verein KuBiZ Schule Berne zusammengetan hatten, mit dem Ziel, das Geb\u00e4ude zu erhalten und dem Stadtteil zug\u00e4nglich zu machen.\u201c<\/p>\n<p>Hintergrund<\/p>\n<p>Schule Berne<br \/>\nDie im Jahr 1929\/1930 nach den Pl\u00e4nen von Fritz Schumacher errichtete Schule Berne wurde im Jahr 2016 f\u00fcr den Schulbetrieb geschlossen. Seitdem steht das Geb\u00e4ude leer. Die zugeh\u00f6rige Sporthalle wird weiterhin durch den tus BERNE e. V. genutzt.<br \/>\nWichtig war den Akteur:innen von KuBiZ e. V., einen offenen, unabh\u00e4ngigen und gemeinwohlorientierten Ort zu schaffen. Auf dem langen Weg dorthin kam die fux eG als Unterst\u00fctzerin zum Projekt, um unter deren Tr\u00e4gerschaft die unterschiedlichen Einrichtungen zusammenzuf\u00fchren und ein breites Angebot sowie R\u00e4ume und Freifl\u00e4chen f\u00fcr Sport, Gemeinwesen und Kulturschaffende bereitzuhalten. Die fux eG verf\u00fcgt als genossenschaftliche Eigent\u00fcmerin der ehemaligen Polizeikaserne in der Bodenstedtstra\u00dfe in Altona \u00fcber vielf\u00e4ltige und fundierte Erfahrungen mit der Sanierung von denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4uden sowie der genossenschaftlichen Selbstorganisation von Projekten. Ziel der fux eG ist es solidarische und gemeinwohlorientierte Orte zu schaffen, die f\u00fcr eine gesellschaftspolitische Partizipation und Teilhabe an der Stadt einstehen.<\/p>\n<p>Wohnungsbauentwicklung Lienaustra\u00dfe\/ Berner Allee<br \/>\nAuf dem rund 11.800 m\u00b2 gro\u00dfen Grundst\u00fcck an der Lienaustra\u00dfe\/ Berner Allee sind 23 Wohnungen im 1. F\u00f6rderungsweg sowie 25 Wohnungen f\u00fcr vordringlich wohnungssuchende Haushalte und 19 freifinanzierte Wohneinheiten vorgesehen. Zudem sollen f\u00fcr die Altersgruppe Seniorinnen und Senioren ein ad\u00e4quates Angebot hergestellt und ein Baugemeinschaftsanteil in die Planungen integriert werden.<\/p>\n<p>Die Grundst\u00fccksfl\u00e4chen f\u00fcr den Wohnungsbau grenzen im S\u00fcd-Westen an die Fl\u00e4che der Kirchengemeinde Farmsen-Berne mit der Friedenskirche, im Osten an den Sportplatz und zuk\u00fcnftigen Sportcampus des tus BERNE e. V. mit ca. 16.000 m\u00b2 und im S\u00fcden an die Berner Allee. Auf dem Areal befinden sich drei nicht mehr nutzbare (asbest-belastete) Pavillonbauten der benachbarten denkmalgesch\u00fctzten ehemaligen Schule Berne und die Kita Sonnenh\u00fcgel mit der Arbeiterwohlfahrt Landesverband Hamburg e. V. (AWO) als Tr\u00e4gerin. Die heute bereits bestehende, Kita Sonnenh\u00fcgel wird als Neubau Gegenstand der Ausschreibung f\u00fcr den zuk\u00fcnftigen Investor der Grundst\u00fccksfl\u00e4chen und somit von diesem finanziell verantwortet. Eine Erweiterung des Krippenangebotes und die Verl\u00e4ngerung der Betreuungszeiten sollen sich in der Neukonzeptionierung wiederfinden. F\u00fcr maximal 80 Kinder (55 im Elementarbereich \/ 25 im Krippenbereich), welche im Neubau direkt angrenzend zur Sportfl\u00e4che untergebracht werden, bietet sich somit ein zus\u00e4tzliches Betreuungsangebot. <\/p>\n<p>F\u00fcr den Wohnungsbau wird derzeit der Bebauungsplan Farmsen-Berne 39 einschlie\u00dflich des Kirchengrundst\u00fccks aufgestellt. Die Vorweggenehmigungsreife ist f\u00fcr Herbst 2024 avisiert. Mit der Ausschreibung auf das von der steg entwickelte Konzept f\u00fcr den Wohnungsbau (inkl. Kita) wird im Winter 2024 gerechnet.<\/p>\n<p>Sportcampus tus BERNE e.V.<br \/>\nDas alte Gesch\u00e4ftsstellengeb\u00e4ude des tus BERNE e. V. soll in Zusammenhang mit der Wohnungsbebauung abgerissen und eine neue, moderne zweist\u00f6ckige Sporthalle errichtet werden. Dabei sollen neben einer Gymnastik- und Einfeldhalle auch R\u00e4ume f\u00fcr den Poker- und Dartsport, Umkleiden und eine Kletterwand realisiert werden. Dieses moderne Geb\u00e4ude wird durch den tus BERNE e. V. errichtet. Der tus BERNE e. V. erh\u00e4lt Zuwendungen in H\u00f6he von bis zu 10,6 Mio. Euro vom Bezirksamt Wandsbek f\u00fcr die Vornahme der Bauma\u00dfnahmen.<br \/>\nDie Gesch\u00e4ftsstelle des tus BERNE e. V. soll die Erdgeschossfl\u00e4chen des ehemaligen Schulgeb\u00e4udes nach Fertigstellung der Sanierung beziehen. Zus\u00e4tzlich wird der tus BERNE e. V. die Sporthalle der Schule weiter nutzen, die mittels Erbbaurechtsvertrag ins Eigentum der fux eG \u00fcbertragen ist.<br \/>\nZus\u00e4tzlich sollen ein neues Kleinspielfeld und eine neue Beach-Volleyball-Anlage im Freiraum entstehen. Der Bauantrag f\u00fcr den Sportcampus wurde im Dezember 2022 beim Bezirksamt Wandsbek eingereicht. Die Baugenehmigung soll noch in 2023 vorliegen. Mit einem Baustart wird im Jahr 2024 gerechnet. Die Inbetriebnahme k\u00f6nnte voraussichtlich zu Beginn des Jahres 2025 sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem intensiven Entwicklungsprozess erfolgte heute die Schl\u00fcssel\u00fcbergabe und damit der Besitz\u00fcbergang der ehemaligen Schule Berne an der Lienaustra\u00dfe. Damit werden die n\u00e4chsten Schritte hin zu einem neuen Stadtteilzentrum f\u00fcr Sport, Nachbarschaft, Kultur und Bildung in Berne m\u00f6glich. 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