{"id":1398,"date":"2023-09-23T14:13:37","date_gmt":"2023-09-23T12:13:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=1398"},"modified":"2023-09-22T14:16:17","modified_gmt":"2023-09-22T12:16:17","slug":"sozial-benachteiligte-kinder-sollen-in-der-schule-gezielt-und-besser-gefoerdert-werden-bund-und-laender-verstaendigen-sich-auf-eckpunkte-fuer-das-neue-startchancenprogramm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2023\/09\/sozial-benachteiligte-kinder-sollen-in-der-schule-gezielt-und-besser-gefoerdert-werden-bund-und-laender-verstaendigen-sich-auf-eckpunkte-fuer-das-neue-startchancenprogramm\/","title":{"rendered":"Sozial benachteiligte Kinder sollen in der Schule gezielt und besser gef\u00f6rdert werden Bund und L\u00e4nder verst\u00e4ndigen sich auf Eckpunkte f\u00fcr das neue Startchancenprogramm"},"content":{"rendered":"<p>Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger und die Kultusministerinnen und -minister der 16 Bundesl\u00e4nder wollen ab dem Schuljahr 2024\/25 Kinder aus bildungsfernen Familien und Schulen in sozial schwieriger Lage gezielt mit j\u00e4hrlich rund zwei Milliarden Euro f\u00f6rdern. Die Beteiligten verst\u00e4ndigten sich jetzt auf die entscheidenden Eckpunkte f\u00fcr das neue \u201eStartchancenprogramm\u201c. Demnach stellt der Bund den L\u00e4ndern ab Sommer 2024 zehn Jahre lang j\u00e4hrlich zus\u00e4tzlich eine Milliarde Euro zur Verf\u00fcgung, die L\u00e4nder erg\u00e4nzen die Bundesf\u00f6rderung mit bestehenden oder zus\u00e4tzlichen Mitteln in gleichem Umfang. Rund zehn Prozent aller Schulen und Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sollen im Rahmen des Startchancenprogramms erhebliche Unterst\u00fctzung durch bessere schulische Sozialarbeit, zus\u00e4tzliche p\u00e4dagogische F\u00f6rderma\u00dfnahmen und eine bessere Ausstattung der Schulen sowie beim Schulbau bekommen. Mit dem neuen Programm begegnen Bund und L\u00e4nder den sinkenden schulischen Leistungen vieler Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Hamburgs Schulsenator und Koordinator der SPD-gef\u00fchrten Kultusministerien Ties Rabe: \u201eIch freue mich sehr \u00fcber das Verhandlungsergebnis.\u201c<\/p>\n<p>Schulsenator Ties Rabe: \u201eErstmals sollen im Rahmen eines Bund-L\u00e4nder-Programms Kinder aus bildungsfernen Familien ganz gezielt gef\u00f6rdert werden. Das ist richtig und wichtig. Denn deren Zahl ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen, entsprechend niederschmetternd waren die Ergebnisse der letzten Lernstandserhebungen in den meisten Bundesl\u00e4ndern. Hier setzt das Programm gezielt an und erg\u00e4nzt die gro\u00dfen Anstrengungen vieler Bundesl\u00e4nder. Das Startchancenprogramm ist ein wichtiger Schritt, weil es erstmals schulische F\u00f6rderma\u00dfnahmen auf sozial benachteiligte Kinder konzentriert. Das macht Mut f\u00fcr eine gelingende Zusammenarbeit von Bund und L\u00e4ndern. Es darf aber keinesfalls dazu f\u00fchren, dass der Bund im Gegenzug andere Programme im Schulbereich wie zum Beispiel den Digitalpakt k\u00fcrzt. L\u00e4nder und Kommunen finanzieren mehr als 95 Prozent des Schulsystems, deshalb muss der Bund seine Zusagen f\u00fcr seinen ohnehin sehr kleinen Anteil einhalten.\u201c<\/p>\n<p>Seit den Sommerferien hatte eine Arbeitsgruppe mit den Staatssekret\u00e4rinnen und Staatssekret\u00e4ren der Bundesl\u00e4nder Hamburg, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westphalen sowie des Bundesbildungsministeriums in intensiven Verhandlungen die entscheidenden Eckpunkte f\u00fcr das neue Programm erarbeitet. In den n\u00e4chsten Wochen sollen die letzten Details gekl\u00e4rt werden und dann im Rahmen einer so genannten Verwaltungsvereinbarung vom Bundesbildungsministerium sowie den 16 Bundesl\u00e4ndern verabschiedet werden. Die L\u00e4nder sollen durch dieses Verfahren mindestens ein halbes Jahr Vorbereitungszeit zur Umsetzung des neuen Programms bekommen.<\/p>\n<p>Das Programm startet zum 1. August 2024 und l\u00e4uft \u00fcber zehn Jahre. Nach f\u00fcnf Jahren pr\u00fcfen Bund und L\u00e4nder die bis dahin geleistete Arbeit. Aufgrund der unterschiedlichen sozialen Lage der Familien in den Bundesl\u00e4ndern richtet sich die H\u00f6he der F\u00f6rdermittel pro Land abweichend von den \u00fcblichen Programmen nach sozialen Rahmenbedingungen wie der Zahl der Kinder und Jugendlichen aus armutsgef\u00e4hrdeten Familien und Familien mit Migrationshintergrund sowie in geringerem Umfang nach dem Brutto-Inlandsprodukt der L\u00e4nder. Entsprechend verteilen die L\u00e4nder die F\u00f6rdermittel innerhalb des jeweiligen Landes nicht mit der Gie\u00dfkanne, sondern gezielt auf Schulen und Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in sozial schwieriger Lage, das sind etwa zehn Prozent der rund 40.000 allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen bzw. zehn Prozent der rund elf Millionen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler.<\/p>\n<p>40 Prozent der F\u00f6rdermittel sollen f\u00fcr den Schulbau und eine bessere Ausstattung der Schulen eingesetzt werden. 30 Prozent flie\u00dfen in die schulische Sozialarbeit. Damit ist es rechnerisch m\u00f6glich, jeder Schule in sozial schwieriger Lage eine volle Stelle f\u00fcr schulische Sozialarbeit zuzuweisen. Weitere 30 Prozent der Mittel flie\u00dfen in verbesserte p\u00e4dagogische Angebote, beispielsweise zus\u00e4tzliche, gezielte Lernf\u00f6rderung in den Kernf\u00e4chern Deutsch und Mathematik. Weil insbesondere in den ersten Schuljahren die entscheidenden Weichen f\u00fcr den Bildungserfolg gestellt werden, sollen 60 Prozent aller Mittel den Grundschulen und 40 Prozent den weiterf\u00fchrenden und berufsbildenden Schulen zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<p>Schulsenator Ties Rabe: \u201eMit dem Programm k\u00f6nnen wir Hamburgs Schulen in sozial schwieriger Lage jedes Jahr mit zus\u00e4tzlich 20 Millionen Euro f\u00f6rdern. Wir gehen derzeit davon aus, dass rund 80 Hamburger Schulen von dem Programm profitieren werden. Mit den zus\u00e4tzlichen Investitionsmitteln k\u00f6nnen wir zum Beispiel den Neubau und die Sanierung von Schulgeb\u00e4uden, die M\u00f6blierung und Ausstattung der Unterrichtsr\u00e4ume sowie die Aufenthaltsqualit\u00e4t in der Schule und auf dem Schulgel\u00e4nde verbessern. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen wir die schulische Sozialarbeit erheblich verst\u00e4rken und so die sozialen Probleme und N\u00f6te der Kinder und Jugendlichen verringern sowie ihre Motivation verbessern. Besondere Hoffnung setze ich auf die zus\u00e4tzlichen Mittel f\u00fcr gezielte p\u00e4dagogische Ma\u00dfnahmen. Bereits mit den Hamburger Corona-Aufholprogrammen wie beispielsweise den Lernferien oder zus\u00e4tzlichen F\u00f6rderangeboten am Nachmittag haben wir in Hamburg gute Erfahrungen gemacht. Hamburg hat schon jetzt eine seit Jahren bew\u00e4hrte F\u00f6rderstruktur an den Schulen, so dass wir es leicht haben, die zus\u00e4tzlichen Mittel einzusetzen.\u201c<\/p>\n<p>Schulsenator Rabe weiter: \u201eDas Bundesprogramm erweitert die seit Jahren in Hamburg etablierte umfangreiche F\u00f6rderung f\u00fcr benachteiligte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise die Sprachpr\u00fcfung und die erg\u00e4nzende Sprachf\u00f6rderung f\u00fcr Kinder ab der Vorschule, kostenlose Lernf\u00f6rderung am Nachmittag f\u00fcr alle Kinder und Jugendlichen, kleinere Klassen in den Grundschulen in sozial benachteiligten Stadtteilen, kleinere Klassen an Stadtteilschulen sowie eine umfangreiche F\u00f6rderung von Kindern mit sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf. Insgesamt wendet Hamburg f\u00fcr die F\u00f6rderung von benachteiligten Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern rund f\u00fcnf Mal so viele Mittel auf wie das neue Bundesprogramm umfasst.\u201c<\/p>\n<p>Das Startchancenprogramm ist Teil des 2020 beschlossenen Koalitionsvertrages. Es soll dazu beitragen, die seit Jahren zur\u00fcckgehenden schulischen Leistungen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler wieder zu verbessern. Zuletzt hatten Lernstandsuntersuchungen wie der nationale \u201eIQB-Bildungstrend\u201c sowie die internationale \u201eIGLU-Studie\u201c nachgewiesen, dass in Deutschland wie in den meisten anderen westeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern die Leistungen der Grundsch\u00fclerinnen und Grundsch\u00fcler in den Basiskompetenzen wie zum Beispiel im Lesen deutlich zur\u00fcckgehen. Zur\u00fcckgef\u00fchrt wird dieser Trend auf die erheblich wachsende Zahl von Kindern aus bildungsfernen Familien, die von ihren Familien nur wenig R\u00fcckenwind f\u00fcr einen besseren Lernerfolg und eine gelingende Schulzeit bekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger und die Kultusministerinnen und -minister der 16 Bundesl\u00e4nder wollen ab dem Schuljahr 2024\/25 Kinder aus bildungsfernen Familien und Schulen in sozial schwieriger Lage gezielt mit j\u00e4hrlich rund zwei Milliarden Euro f\u00f6rdern. Die Beteiligten verst\u00e4ndigten sich jetzt auf die entscheidenden Eckpunkte f\u00fcr das neue \u201eStartchancenprogramm\u201c. Demnach stellt der Bund den L\u00e4ndern ab Sommer [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[4,1],"tags":[],"class_list":["post-1398","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuell","category-allgemein"],"translation":{"provider":"WPGlobus","version":"3.0.2","language":"dx","enabled_languages":["de","dx"],"languages":{"de":{"title":true,"content":true,"excerpt":false},"dx":{"title":false,"content":false,"excerpt":false}}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1398","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1398"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1398\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1400,"href":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1398\/revisions\/1400"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1398"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1398"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1398"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}