{"id":1131,"date":"2022-04-21T13:53:28","date_gmt":"2022-04-21T11:53:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=1131"},"modified":"2022-04-21T13:53:28","modified_gmt":"2022-04-21T11:53:28","slug":"hamburger-sport-verein-e-v-erhaelt-werner-otto-preis-2022-projekte-im-behindertensport-ausgezeichnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2022\/04\/hamburger-sport-verein-e-v-erhaelt-werner-otto-preis-2022-projekte-im-behindertensport-ausgezeichnet\/","title":{"rendered":"Hamburger Sport-Verein e. V. erh\u00e4lt Werner-Otto-Preis 2022 &#8211; Projekte im Behindertensport ausgezeichnet"},"content":{"rendered":"<p>Der Hamburger Sport-Verein e. V. ist Gewinner des diesj\u00e4hrigen von der Alexander-Otto-Sportstiftung ausgelobten Werner-Otto-Preises im Hamburger Behindertensport. Ausgezeichnet wurde der HSV f\u00fcr sein Angebot f\u00fcr amputierte Fu\u00dfballer. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 15.000 Euro verbunden. Anerkennungen verbunden mit Preisgeldern von jeweils 5.000 Euro erhielten der Eimsb\u00fctteler TV f\u00fcr sein inklusives Leistungsschwimmen, der Norddeutsche Regatta Verein f\u00fcr sein inklusives Segelangebot f\u00fcr blinde und sehbehinderte Menschen und der SOV L\u00fcneburg f\u00fcr sein inklusives Stand-Up-Paddeling. Die Auswahl erfolgte durch eine Jury, der u. a. die Paralympics-Siegerinnen Edina M\u00fcller und Dorothee Vieth angeh\u00f6rten. <\/p>\n<p>\u201eDie Bewerbungen f\u00fcr den Werner-Otto-Preis in diesem Jahr haben gezeigt, dass viele neue Sportangebote mitten in der Pandemie entstanden sind, um gerade auch in dieser schwierigen Zeit Menschen mit Behinderung Bewegung und Teilhabe zu erm\u00f6glichen. Das war unter diesen Voraussetzungen nicht einfach und ist daher umso beeindruckender. Genauso wichtig war es aber, die bestehenden Angebote aufrechtzuerhalten, und ich m\u00f6chte allen f\u00fcr ihr gro\u00dfes Engagement danken\u201c, so Alexander Otto, Kuratoriumsvorsitzender der Alexander-Otto-Sportstiftung.<\/p>\n<p>\u201eSport schafft Teilhabe und Zugeh\u00f6rigkeit \u00fcber alle Unterschiede hinweg f\u00fcr Menschen mit und ohne Behinderung. Als Active City wollen wir den Sport als zentralen Inklusionsmotor weiter st\u00e4rken. Die mit dem Werner-Otto-Preis ausgezeichneten Projekte sind leuchtende Beispiele daf\u00fcr, mit welcher Kreativit\u00e4t und Leidenschaft unsere Sportvereine Barrieren f\u00fcr Menschen mit Behinderungen aus dem Weg r\u00e4umen. Ich danke der Alexander-Otto-Sportstiftung sehr f\u00fcr ihre langj\u00e4hrige und intensive Unterst\u00fctzung des Inklusionssports in Hamburg\u201c, so Andy Grote, Sportsenator der Freien und Hansestadt Hamburg.<\/p>\n<p>Die Preisverleihung fand heute im Rahmen eines Senatsempfangs im Beisein von Sportsenator Andy Grote, Alexander Otto sowie rd. 150 G\u00e4sten im Hamburger Rathaus statt. Der mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Werner-Otto-Preis wird seit 2011 durch die Alexander-Otto-Sportstiftung vergeben. Preisw\u00fcrdig sind Projekte im Behindertensport in Hamburg und der Metropolregion, die zur Inklusion und F\u00f6rderung von Menschen mit Behinderung im Sport beitragen. <\/p>\n<p>Gewinner: Hamburger Sport-Verein e. V. (15.000 Euro Preisgeld)<br \/>\n2021 hat der HSV e. V. seine Inklusionssport-Abteilung um eine Amputierten-Fu\u00dfball-Mannschaft erweitert, die in einer Spielgemeinschaft mit Berlin und Braunschweig am bundesweiten Ligabetrieb teilnimmt. Gespielt wird Amputierten-Fu\u00dfball mit Kr\u00fccken. W\u00e4hrend f\u00fcr Feldspieler als Voraussetzung zur Teilnahme gilt, dass sie bein- oder schenkelamputiert sind, haben Torh\u00fcter ein k\u00f6rperliches Handicap am Arm oder an der Hand. Diese Art des Fu\u00dfballs wird inzwischen weltweit in mehr als 50 L\u00e4ndern gespielt. Durch dieses Sportangebot haben die Spielerinnen und Spieler die M\u00f6glichkeit, aktiv Fu\u00dfball zu spielen und am Wettkampfsport teilzunehmen. Derzeit gibt es in ganz Norddeutschland kein vergleichbares Angebot f\u00fcr Amputierten-Fu\u00dfball im Ligabetrieb, was das Angebot des HSV e. V. so besonders macht.<\/p>\n<p>Anerkennung: Eimsb\u00fctteler TV (5.000 Euro Preisgeld)<br \/>\nDie Schwimmabteilung des ETV bietet seit 2015 inklusive Trainings f\u00fcr Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne Behinderung an. \u00dcber 30 Sportlerinnen und Sportler trainieren gemeinsam in verschiedenen inklusiven und integrativen Leistungsschwimmgruppen. Die Angebote orientieren sich an den unterschiedlichen Ausgangssituationen und Bed\u00fcrfnissen der Schwimmerinnen und Schwimmer. Der pers\u00f6nliche Umgang und Austausch in integrativen Gruppen wirkt sich dabei positiv auf ihr Sozialverhalten aus und sie bauen Vorurteile ab. Menschen mit Behinderungen haben somit die M\u00f6glichkeit, auf hohem Niveau Wettkampfsport zu treiben und erfahren in ihren Teams gleichberechtigte Teilnahme. Die Schwimmerinnen und Schwimmer haben ein gro\u00dfes Ziel: Sie wollen an den World Games 2023 in Berlin teilnehmen. Gegenw\u00e4rtig gibt es in Hamburg kein vergleichbares Angebot.<\/p>\n<p>Anerkennung: Norddeutscher Regatta Verein (5.000 Euro Preisgeld)<br \/>\nSeit Anfang 2021 bildet der NRV blinde und sehbehinderte Menschen in Workshops im Segeln aus und begeistert sie f\u00fcr diese Sportart. Unter normalen Umst\u00e4nden w\u00e4re die Zugangsbarriere f\u00fcr diese Menschen zum Segeln gro\u00df. Ziel war die Regattateilnahme an der Kieler Woche. Bei diesem Projekt kooperiert der NRV mit den Seglern des FC St. Pauli. Menschen mit Behinderung erleben dabei Teilnahme und Teamgeist. Als wichtiger Teil des Teams \u00fcbernehmen sie unverzichtbare Aufgaben, sind gleichberechtigt, erg\u00e4nzen sich und vertrauen einander. Das Vorzeigeprojekt ist gelebte Inklusion und in dieser Form bisher einmalig im Regattasport. Im n\u00e4chsten Schritt m\u00f6chte der NRV bundesweit Vereine beraten und sein Know-how weitergeben. <\/p>\n<p>Anerkennung: SOV L\u00fcneburg (5.000 Euro Preisgeld)<br \/>\nRund 100 Menschen mit Behinderung erlernen im SUP &#038; Outdoorverein L\u00fcneburg e. V. pro Jahr Stand-Up-Paddeling. F\u00fcr Rollstuhlfahrer gibt es sogenannte BigSUPs, auf denen sie mit ihrem Rollstuhl ausreichend Platz finden. Einmal pro Woche trainieren geschulte Trainerinnen und Trainer Rollstuhlfahrer und Menschen mit geistiger Beeintr\u00e4chtigung auf der Ilmenau in L\u00fcneburg. Menschen mit unterschiedlichster Behinderung und jeden Alters werden angesprochen und erleben Inklusion, wenn sie mit ihrer Familie, Betreuern und Freunden auf dem Wasser unterwegs sind. Jugendliche und junge Erwachsene haben zudem die M\u00f6glichkeit, sich zu \u00dcbungsleitern ausbilden zu lassen. Der Verein ber\u00e4t andere Vereine, wie Inklusion im Wassersport gelingt und wie man \u00dcbungsleiter dahingehend schult.<\/p>\n<p>Die Alexander-Otto-Sportstiftung<br \/>\nUnternehmer und M\u00e4zen Alexander Otto hat seine Sportstiftung 2006 gegr\u00fcndet. Seitdem hat die Stiftung Projekte in einem Umfang von \u00fcber 17 Mio. Euro gef\u00f6rdert, darunter u. a. die Modernisierung des Rothenbaum-Stadions, ein Digitalisierungsprogramm f\u00fcr Sportvereine und die Rollstuhlbasketball-WM in Hamburg.<\/p>\n<p>Fotos von der Preisverleihung finden Sie ab ca. 17.30 Uhr unter Pressebereich (alexander-otto-sportstiftung.de) (Rechte: Alexander-Otto-Sportstiftung).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Hamburger Sport-Verein e. V. ist Gewinner des diesj\u00e4hrigen von der Alexander-Otto-Sportstiftung ausgelobten Werner-Otto-Preises im Hamburger Behindertensport. Ausgezeichnet wurde der HSV f\u00fcr sein Angebot f\u00fcr amputierte Fu\u00dfballer. 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