{"id":1061,"date":"2021-07-01T12:06:23","date_gmt":"2021-07-01T10:06:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/?p=1061"},"modified":"2021-07-01T12:06:23","modified_gmt":"2021-07-01T10:06:23","slug":"kampf-gegen-antisemitismus-stefan-hensel-tritt-offiziell-das-amt-als-neuer-antisemitismusbeauftragter-hamburgs-an","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.xn--regina-jck-x5a.de\/dx\/2021\/07\/kampf-gegen-antisemitismus-stefan-hensel-tritt-offiziell-das-amt-als-neuer-antisemitismusbeauftragter-hamburgs-an\/","title":{"rendered":"Kampf gegen Antisemitismus: Stefan Hensel tritt offiziell das Amt als neuer Antisemitismusbeauftragter Hamburgs an"},"content":{"rendered":"<p>Stefan Hensel tritt heute sein neues Amt als Beauftragter f\u00fcr j\u00fcdisches Leben und die Bek\u00e4mpfung und Pr\u00e4vention von Antisemitismus in Hamburg an. Er ist vom Hamburger Senat f\u00fcr die kommenden drei Jahre zum ersten Antisemitismus-Beauftragten berufen und von der Hamburgischen B\u00fcrgerschaft best\u00e4tigt worden. Vorgeschlagen wurde Hensel von der J\u00fcdischen Gemeinde Hamburg Kd\u00f6R sowie der Liberalen J\u00fcdischen Gemeinde e. V.<\/p>\n<p>Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank: \u201eIch freue mich sehr, dass wir mit Stefan Hensel einen langj\u00e4hrigen Vertrauten und Kenner des j\u00fcdischen Lebens und Israels als neuen Antisemitismusbeauftragten gewinnen konnten. Stefan Hensel ist exzellent vernetzt und hat tolle Ideen, um gerade Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen j\u00fcdisches Leben n\u00e4herzubringen und nicht nur Verst\u00e4ndnis, sondern Begeisterung f\u00fcr die j\u00fcdische Kultur zu wecken. Vorurteile, Stereotype oder gar Hass gegen Hamburger:innen j\u00fcdischen Glaubens gilt es entschieden zu bek\u00e4mpfen. Wir wollen, dass j\u00fcdisches Leben wieder in Hamburg florieren kann, ein ganz selbstverst\u00e4ndlicher Teil der Gesellschaft ist \u2013 und auch wieder st\u00e4rker in die Gegenwart geholt wird. F\u00fcr die Realisierung dieser anspruchsvollen Aufgabe bringt der neue Beauftragte hervorragende Voraussetzungen mit. Ich w\u00fcnsche Stefan Hensel f\u00fcr sein neues Amt alles erdenklich Gute und freue mich auf die intensive und fruchtbare Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.\u201c<\/p>\n<p>Stefan Hensel, Antisemitismusbeauftragter in Hamburg: \u201eEs ist mir eine Ehre, heute das Amt des Antisemitismusbeauftragten antreten zu d\u00fcrfen. Gemeinsam mit anderen Hamburgerinnen und Hamburgern sowie verschiedenen st\u00e4dtischen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Initiativen werde ich daran arbeiten, j\u00fcdisches Leben in unserer Stadt sichtbarer und verst\u00e4ndlicher zu machen. Ebenso wird die gezielte Bek\u00e4mpfung antisemitischer Bestrebungen in unserer Stadt sowie die damit verbundene Pr\u00e4ventionsarbeit ein zentraler Bestandteil meiner Arbeit als Antisemitismusbeauftragter sein. Ich werde fortan allen Hamburger B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern mit meinem Team ein verl\u00e4sslicher Ansprechpartner in Bezug auf Antisemitismus und j\u00fcdisches Leben in Hamburg sein. Die Pr\u00e4vention von Antisemitismus ist ein Grundpfeiler f\u00fcr unser friedliches Zusammenleben. Als Antisemitismusbeauftragter und Beauftragter f\u00fcr j\u00fcdisches Leben in Hamburg m\u00f6chte ich insbesondere Gespr\u00e4che zwischen unterschiedlichen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern in unserer Stadt erm\u00f6glichen. Ich bedanke mich f\u00fcr das entgegengebrachte Vertrauen und freue mich schon sehr darauf, unsere Projekte und Dialogangebote umzusetzen, f\u00fcr die der Senat bereits die notwendigen Mittel zur Verf\u00fcgung gestellt hat.\u201c<\/p>\n<p>Zur Person<br \/>\nStefan Hensel ist in Wismar aufgewachsen. Nach dem Abitur lebte er f\u00fcr zwei Jahre in Israel und arbeitete dort mit Holocaust-\u00dcberlebenden. Zur\u00fcck in Deutschland studierte er P\u00e4dagogik in L\u00fcneburg und gr\u00fcndete nach seinem Diplomabschluss einen Kitatr\u00e4ger, der mittlerweile an mehreren Standorten vertreten ist. Ehrenamtlich engagierte er sich bei der Jugendorganisation der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) als Vizepr\u00e4sident des Bundesverbandes sowie im Vorstand der David Ben Gurion-Stiftung. Seit 2014 ist er Vorsitzender der DIG Hamburg. Stefan Hensel organisiert seit mehreren Jahren Begegnungen von Jugendgruppen in Deutschland und Israel und ist Alumni der Bertelsmann Stiftung im Programm \u201eGerman Israeli Young Leaders Exchange\u201c.<\/p>\n<p>Aufgaben des neuen Antisemitismusbeauftragten<br \/>\nDie ehrenamtliche Arbeit des Antisemitismusbeauftragten wird organisatorisch an die Beh\u00f6rde f\u00fcr Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke (BWFGB) angegliedert, die im September 2020 die Federf\u00fchrung f\u00fcr die ministerielle Koordinierung der Hamburger Aktivit\u00e4ten zur Bek\u00e4mpfung und Pr\u00e4vention von Antisemitismus und zur F\u00f6rderung des j\u00fcdischen Lebens \u00fcbernommen hat. Die Amtszeit des neuen Beauftragten dauert bis Mitte 2024. Der Beauftragte ist fortan Ansprechpartner f\u00fcr alle Hamburger:innen mit antisemitismusbezogenen Anliegen und wird Hamburg in der Bund-L\u00e4nder-Kommission zur Bek\u00e4mpfung von Antisemitismus und zum Schutz j\u00fcdischen Lebens regelhaft vertreten. Dar\u00fcber hinaus wird er fortan den Vorsitz des Runden Tisches \u00fcbernehmen und in die Entwicklung und Umsetzung einer Landesstrategie zur Pr\u00e4vention von Antisemitismus sowie in die Bildungsarbeit eingebunden werden. Besonders wichtig ist dem Senat, die Aufkl\u00e4rungs- und Bildungsarbeit in Schulen bzw. f\u00fcr Kinder und Jugendliche zu verst\u00e4rken \u2013 in Form von Besuchen in Synagogen und j\u00fcdischen Einrichtungen sowie KZ-Gedenkst\u00e4tten, Gespr\u00e4chen mit Zeitzeugen und eines Ausbaus von Begegnungsprogrammen f\u00fcr Jugendliche.<\/p>\n<p>Hintergrund<br \/>\nDer Senat hat mit seinem Landesprogramm gegen Rechtsextremismus deutlich Position bezogen gegen jede Form von Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sowie f\u00fcr ein sichtbares j\u00fcdisches Leben in Hamburg. Die miteinander verzahnten Ma\u00dfnahmen des Konzeptes spiegeln die gesamtgesellschaftlichen Anstrengungen von Beh\u00f6rden und Zivilgesellschaft im Kampf gegen undemokratische Haltungen wider. Um den Kampf gegen Antisemitismus weiter zu st\u00e4rken, hat die Hamburgische B\u00fcrgerschaft im Dezember 2019 die Bestellung einer bzw. eines Antisemitismusbeauftragten beschlossen. Das Vorschlagsrecht f\u00fcr die Besetzung des Antisemitismusbeauftragten haben die J\u00fcdische Gemeinde Hamburg Kd\u00f6R und die Liberale J\u00fcdische Gemeinde Hamburg e. V. Sie wurden im Findungsprozess unterst\u00fctzt vom \u201eRunden Tisch gegen Antisemitismus\u201c, der alle relevanten Akteur:innen zusammengebracht hat. Am Runden Tisch vertreten sind die J\u00fcdische Gemeinde Hamburg Kd\u00f6R und die Liberale J\u00fcdische Gemeinde Hamburg e. V., die Beratungsstellen und Vertreter:innen der in Hamburg mit dem Thema befassten Organisationen beziehungsweise Bildungsst\u00e4tten und Institutionen, wie etwa die KZ-Gedenkst\u00e4tte Neuengamme. Zweck des \u201eRunden Tisches\u201c ist es, in einen regelm\u00e4\u00dfigen Austausch mit den zust\u00e4ndigen Stellen der Stadt, der Zivilgesellschaft und Verwaltung zu kommen und daraus aktuelle Handlungserfordernisse abzuleiten sowie die Antisemitismus-Pr\u00e4vention zu begleiten und voranzutreiben.<\/p>\n<p>Weitere Infos: <a href=\"http:\/\/www.hamburg.de\/antisemitismus\">www.hamburg.de\/antisemitismus<\/a>  <\/p>\n<p>Quelle: Beh\u00f6rde f\u00fcr Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke | Pressestelle<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stefan Hensel tritt heute sein neues Amt als Beauftragter f\u00fcr j\u00fcdisches Leben und die Bek\u00e4mpfung und Pr\u00e4vention von Antisemitismus in Hamburg an. Er ist vom Hamburger Senat f\u00fcr die kommenden drei Jahre zum ersten Antisemitismus-Beauftragten berufen und von der Hamburgischen B\u00fcrgerschaft best\u00e4tigt worden. 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